Die Koalitionspartner aus Union und SPD sollen sich bei der Frage, wie der neue Wehrdienst konkret ausgestaltet werden kann, angenähert haben. Wie zuerst das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) unter Berufung auf die Regierungsfraktionen berichtet hatte, wurde ein Kompromiss gefunden: Demnach soll ein Losverfahren Teil der Rekrutierung von Nachwuchs für die Bundeswehr sein. Unter allen jungen Männern, die einen verpflichtenden Fragebogen ausgefüllt haben, werde ein Teil ausgelost: Diese sollen anschließend gemustert und zu einem Gespräch eingeladen werden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wie viele Wehrpflichtige ab welchem Zeitpunkt benötigt werden, soll Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) noch bekanntgeben. Sollte es nicht ausreichend Freiwillige geben, berichtet das RND weiter, werden die ausgelosten jungen Männer zu einem mindestens sechsmonatigen Wehrdienst verpflichtet.
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Neue Wehrpflicht: Union und SPD beraten über Losverfahren
Der von CDU, CSU und SPD geschlossene Kompromiss ähnelt der Art und Weise, wie in Dänemark Nachwuchsstreitkräfte rekrutiert werden. Die Lösung, schon über die Musterungen per Losverfahren zu entscheiden, hätte den Angaben der Koalitionspartner zufolge den Vorteil, dass die Zahl der Musterungen gering ausfallen könnte – der Aufwand wäre überschaubar. Darüber hinaus hoffe die Koalition, damit Kritik an mangelnder Gerechtigkeit bei der Wehrpflicht entgegenzuwirken.
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Nach dem Bericht des RND wollen CDU, CSU und SPD am Dienstag über die gefundene Lösung beraten. Am Mittwoch soll die Öffentlichkeit informiert werden. Schon am Donnerstag könnte die erste Lesung im Bundestag erfolgen. Wie das Nachrichtenportal außerdem berichtet, seien aufgrund der Nato-Bestimmungen wegen der russischen Bedrohungslage 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten nötig – aktuell verfüge die Bundeswehr über rund 180.000. Zudem würden 200.000 Reservisten gebraucht werden. Das soll die neue Wehrpflicht garantieren.
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