Kalifornien wird ab dem kommenden Monat komplett auf Kohlestrom verzichten. Derzeit bezieht der US-Bundesstaat noch Strom aus einem Kohlekraftwerk in Utah, doch damit ist bald Schluss. Über den konsequenten Schritt in Richtung Energiewende berichtete jüngst die „Los Angeles Times“.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Kalifornien hat laut dem Bericht nach und nach erneuerbare Energien ausgebaut und neue Speicherkapazitäten geschaffen. Bereits 2024 stammten nur noch 2,2 Prozent des Stroms in Kalifornien aus Kohlekraft. Eine rasante Entwicklung, wenn man bedenkt, dass 2007 US-weit noch etwa die Hälfte des Stroms aus Kohle gewonnen wurde.

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Engpässe gab es in den vergangenen vier Jahren dank der besseren Speichermöglichkeiten keine mehr. Neben Strom aus erneuerbaren Energien bezieht Kalifornien allerdings auch Strom aus Gaskraftwerken. 2024 waren das immerhin noch 34 Prozent. Mehr als 60 Prozent des Stroms stammen inzwischen aus erneuerbaren Energien.

Trump setzt auf Kohle, Kalifornien ignoriert das

Zur Wahrheit gehört allerdings: Die Energiewende kostet Geld und wird auch von den Verbraucherinnen und Verbrauchern gezahlt. In Kalifornien zahlen Haushalte durchschnittlich knapp 30 Cent pro Kilowattstunde – deutlich mehr als im Rest der USA. Laut dem Public Policy Institute of California sind die Gründe dafür vielfältig: Subventionen, staatliche Investitionen in die Energiewende, Waldbrände und die Preisgestaltung von privaten Investoren schlage hierbei zu Buche.

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Langfristig dürfte Kalifornien durch den konsequenten Umstieg aber profitieren. Denn Kohlestrom ist teuer. Und daran ändert sich auch durch Donald Trumps Politik nichts. Der Präsident setzt trotz aller Klimabedenken auf Kohlekraftwerke und will deren Ausbau vorantreiben und subventionieren. Kalifornien kann das egal sein, man ist längst weiter.

lro