Nach dem Reinfall von Alaska gab es die Hoffnung auf eine Lernkurve bei Donald Trump. Wer Wladimir Putin nicht unmissverständlich in die Schranken weist, erreicht nichts – außer einem Propaganda-Erfolg für den russischen Massenmörder. Aber Amerikas Präsident scheint den Fehler von vor zwei Monaten wiederholen zu wollen.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Anstatt der Ukraine klipp und klar wirksame Waffen (Tomahawks) an die Hand zu geben, um Russland punktuell wirklich zu schwächen und so möglicherweise an den Verhandlungstisch zu zwingen, ließ sich Trump vom großen Manipulator im Kreml die Ohren vollsäuseln. Seither eiert er herrum.
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Selenskyj ist der Leittragende – ihn war der Auftritt ähnlich demütigend
Ein dickes Lob für den Deal in Gaza – zack war die von Trump persönlich genährte Aussicht auf zusätzliche Feuerkraft für Kiew vom Tisch. Stattdessen Zeitschinderei. Und demnächst bei Europas Schmuddelkind Viktor Orban in Budapest Ringelpietz mit Anfassen. Eine echte Lösung, sprich: Waffenstillstand und Frieden, ist aber auch an der Donau nicht in Sicht. Putin ist besessen von diesem Krieg. Er will ihn nicht aufgeben. Auch nicht für Trump. Das von ihm befehligte Töten und Sterben in der Ukraine geht weiter.

Trump hat offensichtlich geblufft, als er die Tomahawks ins Spiel brachte. Er scheut seit zehn Jahren die klare Kante gegen Putin – in jeder Hinsicht. Wie zynisch oder hasenfüßig muss man als Amerikaner sein, um das eigene Gerede von „Frieden durch Stärke” so zu entwerten?
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Leidtragender ist Wolodymyr Selenskyj. Für ihn war der Auftritt im Oval Office in der Substanz nicht viel weniger demütigend als beim von Trump und Vize JD Vance absichtsvoll gegen ihn orchestrierten Skandal an gleicher Stelle im Februar. Das Tomahawk-Beil bleibt bis auf Weiteres begraben für die Ukraine. Eine verpasste Chance. Weil Trump sich nicht traut.







