Wenige Tage vor einem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping in Südkorea hat die Volksrepublik bei einem Militärmanöver einen Angriff auf Taiwan simuliert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wie die Agentur Reuters unter Berufung auf chinesische Staatsmedien berichtetet, übten Militäreinheiten Luftblockaden und Präzisionsschläge. Dabei seien mehrere chinesische Bomber auch in die Gewässer und den Luftraum um Taiwan eingedrungen. Ein Pilot behauptete dabei in einem Video der Staatsmedien, dass die Küste Taiwans „deutlich zu erkennen“ gewesen sei.
Stellungnahmen von China oder Taiwan zu dem Manöver gibt es nicht. Allerdings hatte das taiwanesische Verteidigungsministerium keine ungewöhnlichen Aktivitäten vermeldet. Die USA erkennen zwar – wie die meisten Staaten der Welt – die Unabhängigkeit Taiwans nicht offiziell an, haben sich aber verpflichtet, das Land militärisch zu verteidigen.
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Seit jeher betrachtet die Volksrepublik China das demokratische Taiwan als abtrünnige Provinz und droht mit seiner Eroberung. Ein ranghoher chinesischer Beamter hatte zuletzt eine „friedliche Wiedervereinigung“ gefordert. Taiwans Präsident Lai Ching-te betonte dagegen, dass Frieden auf Stärke basieren müsse: „Wir können uns nicht der Illusion hingeben, dass eine Vereinbarung auf einem Stück Papier Frieden schaffen kann“, sagte er.
jst/FMG





