Die türkische Rüstungsfirma Baykar hat nach eigenen Angaben erstmals einen Luftkampfversuch durchgeführt, bei dem eine Drohne ein Kampfflugzeug abgeschossen hat. Der Test fand laut einer Mitteilung des Unternehmens bereits am Samstag auf einem Testgelände nahe dem Schwarzen Meer statt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die Drohne Bayraktar Kızılelma soll demnach mithilfe eines bordeigenen AESA-Radars einen F-16 Jet in ungefähr 50 Kilometern Entfernung erfasst und anschließend in einer Simulation eine Luft-Luft-Rakete auf das Ziel abgefeuert haben. Das Ziel sei dabei „mit vollständiger Genauigkeit“ getroffen worden.

Kızılelma: Schaffte die Drohne einen Durchbruch?

Nach Darstellung Baykars handelt es sich um den weltweit ersten erfolgreichen Angriff einer Drohne auf ein jetgetriebenes Ziel mittels einer Rakete mit dieser Reichweite. Unabhängig überprüfbar sind diese Angaben nicht.

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Für den Test stiegen den Angaben zufolge fünf F-16-Jets von einem Stützpunkt auf und flogen gemeinsam mit der Kızılelma über das Testgelände. Eine weitere Drohne dokumentierte den Ablauf aus der Luft. Unter den Beobachtern an Bord der F-16 befanden sich laut Mitteilung unter anderem der türkische Luftwaffenchef Ziya Cemal Kadıoğlu sowie Führungskräfte der Unternehmen, die die Bauteile und Raketen für die Drohne liefern.

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Drohnen aus der Türkei – Baykar betont Unabhängigkeit

Baykar hob in der Erklärung hervor, dass Flugzeug, Radar und Rakete vollständig in der Türkei entwickelt worden seien. Es sei das erste Mal in der türkischen Luftfahrtgeschichte, dass ein heimisches Luft-Luft-Geschoss von einem ebenfalls heimischen Fluggerät gegen ein Luftziel eingesetzt und dabei von einer inländisch entwickelten Radarplattform geführt wurde.

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Nach Unternehmensangaben finanziert Baykar seine Projekte weitgehend selbst und erzielte 2023 und 2024 jeweils Exporterlöse von 1,8 Milliarden US-Dollar. Der Hersteller bezeichnet sich als weltweit größten Produzenten unbemannter Luftfahrzeuge. Insgesamt habe man mit 37 Staaten Exportverträge abgeschlossen.

FMG