Donald Trumps Familienunternehmen bewirbt seit 2025 ein eigenes Smartphone: das goldfarbene T1. Mehrfach angekündigt, ist es bis heute nicht erschienen. Die „Financial Times“ berichtet nun unter Verweis auf den Trump-Mobile-Kundendienst, dass ein Start frühestens im Januar 2026 möglich sei. Ein fixes Datum? Bisher Fehlanzeige!

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Als Grund wird der Government Shutdown im Herbst 2025 genannt, der Zertifizierungen bei der US-Kommunikationsbehörde FCC (Federal Communications Commission) ausgebremst habe. Fortune zitiert den Kundendienst mit einer gleichlautenden Begründung: „Das T1 wurde aufgrund des Regierungs-Shutdowns verschoben. Auf Seiten der FCC musste alles vorübergehend pausiert werden.“

Trump Smartphone T1 – Preis, Anzahlung, Tarif

Das T1 soll, sofern es irgendwann auf den Markt kommt, 499 Dollar kosten – wobei Vorbesteller bereits jetzt eine Anzahlung von 100 Dollar leisten. Parallel dazu bietet Trump Mobile einen eigenen Mobilfunktarif für 47,45 Dollar an – eine Zahl, die offenbar symbolisch auf Trumps Status als 47. und zuvor 45. Präsident der Vereinigten Staaten anspielt.

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Während das Unternehmen aber ein exaktes Erscheinungsdatum – insbesondere gegenüber den Vorbestellern – weiterhin schuldig bleibt, hat Trump Mobile sein Geschäftsmodell erweitert. Statt ausschließlich auf das T1 zu setzen, verkauft die Marke inzwischen auch generalüberholte Geräte von Apple und Samsung über die eigene Website.

Die Preise liegen dabei teils knapp unter den Originalangeboten der Hersteller. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zur ursprünglichen Ankündigung, eine amerikanische Alternative etablieren zu wollen.

„Made in USA“? Zweifel an der Produktion im Inland

Auch die frühere Behauptung, das T1 werde in den USA hergestellt, ist weitgehend verschwunden. Stattdessen betont Trump Mobile, das Gerät sei „proudly American“ (stolz amerikanisch) und mit „amerikanischen Werten“ entworfen. Wer das Smartphone tatsächlich fertigt, bleibt unklar.

Die technischen Eckdaten wurden ebenfalls zwischenzeitlich angepasst. Offiziell beschreibt die Marke das T1 als modernes Android-Gerät im oberen Mittelklasse-Segment. Konkrete, überprüfbare Spezifikationen werden, wie auch der Fertigungspartner, von Trump Mobile aber nicht benannt. Branchenexperten vermuten eine Produktion in Asien, da eine Fertigung in den USA bei diesem Preisniveau kaum realistisch erscheint.

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Interessenkonflikt? Trumps Doppelrolle im regulierten Markt

Politisch heikel bleibt Donald Trumps Doppelrolle als Präsident und Unternehmer. Als US-Präsident besitzt der 79-Jährige exekutive Befugnisse über regulierende Bundesbehörden, während seine Söhne Donald Trump Jr. und Eric Trump die Geschäfte der Trump Organization lenken.

Trump Mobile gehört zwar nicht direkt zur Trump Organization, nutzt aber deren Markenrechte im Rahmen eines Lizenzvertrags. Dennoch wirft der Einstieg in den streng regulierten Mobilfunkmarkt durch die Marke Trump Mobile Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf.