Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz ist ein Warnsignal. Die wichtigen Teile der Infrastruktur in Deutschland sind zu schlecht gegen Anschläge oder Sabotage geschützt. Die Folgen bekommen Zehntausende in diesen eiskalten Tagen zu spüren. Ohne Strom läuft nichts – keine Heizung, kein Funknetz, kein Licht. 

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Gegen derlei Ausfälle können sich Bürgerinnen und Bürger meist nur in geringem Umfang selbst schützen. Das wenige sollte jeder allerdings tun. In der Speisekammer sollten haltbare Lebensmittel für ein paar Tage oder Wochen lagern. Auch ein Wasservorrat für einige Tage ist sinnvoll. Kerzen, Batterien oder ein Camping-Kocher für den Notfall gehören auch in die Vorratskiste. 

Stromausfall in Berlin: Unternehmen müssen ihre Anlagen nachrüsten

Wichtiger ist die Vorsorge der Unternehmen, die eine kritische Infrastruktur betreiben. In unsicheren Zeiten, in denen auch mit Sabotageakten von ausländischen Mächten gerechnet werden muss, ist die sicherheitstechnische Nachrüstung der Anlagen unumgänglich. Die Angriffsflächen für Böswillige sind vielfältig.

Korrespondent Wolfgang Mulke Kommentarfoto
Wolfgang Mulke, Wirtschaftskorrespondent© privat | Privat

Und es gibt anscheinend Kräfte, die gezielt Unsicherheit in die Gesellschaft tragen wollen, vermutlich aus ganz unterschiedlichen Motiven. Verletzlich ist die Infrastruktur an IT-Systemen ebenso wie bei den ins Visier genommenen Kabelsträngen oder Funkmasten. Bisher hat es zum Glück kein Menschenleben gekostet. Doch die Berliner Täter nehmen das zumindest in Kauf, wenn sie bei Minusgraden die Stromversorgung kappen.

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Zum Selbstschutz der Gesellschaft gehört auch mehr Zusammenhalt gegen den Zerstörungswillen. Die drängenden Probleme lassen sich am Ende nur gemeinsam lösen. Doch das liegt nicht gerade im Trend, eher verstärkt sich die Spaltung. Es liegt auch an jedem Einzelnen sich der Verlockung, einfach nur über andere zu meckern, zu entziehen und miteinander für mehr Sicherheit zu sorgen.