Elon Musks KI-Chatbot Grok macht immer wieder negative Schlagzeilen: Mal outet sich Grok als Hitler-Fan, dann lügt die KI von einem Holocaust an Weißen in Südafrika. Zuletzt geriet Grok in die Kritik, weil es auf Befehl von Nutzern sexualisierte Fake-Bilder, sogenannte Deepfakes, vor allem von Frauen und Minderjährigen auf X erstellte. Für US-Verteidigungsminister Pete Hegseth alles kein Grund, Musks KI-Firma xAI von einer Zusammenarbeit auszuschließen. Im Gegenteil: Hegseth will Grok in die innersten Systeme des US-Militärs integrieren.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Das sagte der Pentagon-Chef am Montag bei einem Besuch von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX im Süden von Texas. „Schon sehr bald werden wir die weltweit führenden KI-Modelle in jedem nicht vertraulichem und vertraulichem Netzwerk unseres Ministeriums einsetzen“, zitiert ihn der TV-Sender „PBS“. Demnach solle Grok noch in diesem Monat in die Systeme eingebaut sein.

Hegseth erklärte, „alle relevanten Daten“ aus den IT-Systemen des Militärs für die „KI-Nutzung“ zur Verfügung stellen. Auch alle gesammelten Daten der US-Geheimdienste sollen in Grok eingespeist werden. „KI ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält, und wir werden dafür sorgen, dass diese Daten vorhanden sind“, so Hegseth.

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Pentagon-Chef Hegseth will führende militärische KI

Gleichzeitig kündigte Hegseth eine neue KI-Strategie an, die den Weg für Experimente freimachen sowie bürokratische Hürden abbauen werde. Sie sicherstellen, „dass wir im Bereich der militärischen KI führend sind und dass diese in Zukunft noch dominanter wird“, sagte Hegseth.

Die Ankündigung ist Teil einer größeren Offensive des US-Militärs, stärker in Künstliche Intelligenz zu investieren. Bereits im letzten Dezember wurde bekannt, dass die neue interne KI-Plattform des US-Militärs auf Basis von Google‘s KI-System Gemini arbeiten solle. Das US-Verteidigungsministerium verteilte 2025 Aufträge in Höhe von insgesamt 200 Millionen US-Dollar an KI-Firmen, die dem Pentagon helfen sollen Arbeitsprozesse mit KI zu durchsetzen.

News aus den USA

Grok erstellt Bikini-Bilder von Frauen: Mehrere Länder ermitteln

Elon Musks Künstliche Intelligenz auf der Online-Plattform X sorgte in den letzten Tagen für Aufregung, nachdem das Ausmaß des sogenannten „Bikini-Jetzt-Trends“ bekannt wurde. Der Chatbot erstellte auf Anfrage von Nutzern Bilder von vor allem Frauen in Bikinis.

Länder wie Malaysia und Indonesien wollen nun gegen X und das Unternehmen xAI wegen der von Grok generierten sexualisierten Bilder vorgehen. Hintergrund sind den Angaben zufolge Versäumnisse beim Schutz der Nutzerinnen und Nutzer. Während Malaysia den Chatbot am Sonntag sperrte, blockierte Indonesien Grok bereits am Samstag. Die beiden Länder mit überwiegend muslimischer Bevölkerung sind mit diesem Schritt weltweit Vorreiter.

Am Montag hatte die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom wegen der Bilder eine offizielle Untersuchung gegen X eingeleitet. Auch innerhalb der Europäischen Union war Musks Unternehmen in den vergangenen Tagen wegen solcher Bilder in die Kritik geraten. Inzwischen hat das US-Unternehmen reagiert. Bittet man Grok auf X, ein Bild zu generieren oder zu bearbeiten, antwortet der Bot: „Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf zahlende Abonnenten beschränkt.“ Von Abonnenten erstellte Bilder lassen sich aber auch weiterhin für alle öffentlich anzeigen. 

mit dpa