Endlich stehen die iranischen Revolutionsgarden auf der Terrorliste der EU. Dort, wo sie seit vielen, vielen Jahren stehen sollten – auf eine Stufe mit Al Kaida, dem Islamischen Staat, der Hamas.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Wer könnte Zweifel haben, dass sie dort hingehören? Mit brutalster Gewalt haben sie bisher jeden Aufstand im Iran niedergeschlagen, den jüngsten offenbar ganz besonders grausam und blutig. Tausende wurden getötet, andere gezielt verstümmelt. Ärzte, die die Menschen behandeln, werden aus den Krankenhäusern abgeführt. Das System der Angst hat eine neue Dimension erreicht. Auch deshalb ist es derzeit so still im Iran. Die Menschen haben nicht aufgegeben. Sie stehen unter Schock.
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Im Iran sind die Revolutionsgarden auch ein Wirtschaftsfaktor
Den Schritt der EU als nutzlose Symbolpolitik abzutun, ist falsch. Hierzulande werden die Revolutionsgarden als eine Art Armee wahrgenommen, als „Polizei“ des Ajatollahs. Das stimmt aber nicht. Die Garden sind auch wirtschaftlich ein enormer Machtfaktor, ihnen gehören zahlreiche wichtige Unternehmen. Nun ist es strafbar, mit diesen Firmen zu handeln. Europäische Banken geraten in Zugzwang, weil sie Konten einfrieren müssen. Das Reisen wird für die Mitglieder schwerer.
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Und natürlich ist es auch ein Symbol, aber ein sehr starkes. Es richtet sich nicht nur an die Revolutionsgarden, sondern auch an die Iranerinnen und Iraner, die sich von den Mullahs und ihren Handlangern nicht länger gängeln lassen wollen. Es sagt den Menschen, dass jetzt auch die EU verstanden hat, dass es eine Terrorbande ist, die die Iraner beherrscht. Die Revolutionsgarden sind ein ganz wesentlicher Teil des iranischen Machtkonstrukts. Der Bannstrahl trifft also das ganze Regime. Endlich!






