Seit Anfang des Ukraine-Kriegs sind Tausende ukrainische Kinder von Russland verschleppt worden. Wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag in Online-Diensten mitteilte, konnten inzwischen 2000 Kinder wieder in ihre Heimat zurückkehren. „Heute haben wir ein bedeutendes Ergebnis erreicht – 2000 ukrainische Kinder sind aus russischer Kontrolle nach Hause zurückgebracht worden“, erklärte er.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Zugleich betonte der Präsident: „Der Weg vor uns ist noch lang und schwierig. Tausende ukrainische Kinder werden nach wie vor von Russland gefangen gehalten und werden jeden Tag Opfer seiner Verbrechen.“

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Putin verschleppt und indoktriniert tausende ukrainische Kinder

Moskau wird vorgeworfen, rund 20.000 Kinder aus den von der russischen Armee besetzten Teilen der Ukraine gewaltsam verschleppt zu haben, nachdem Russland vor rund vier Jahren in die Ukraine einmarschiert war. Der Internationale Strafgerichtshof erließ 2023 einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und seine Kinderrechtsbeauftragte wegen „unrechtmäßiger Deportationen“ ukrainischer Kinder nach Russland.

Nach Angaben Kiews hat Russland viele der verschleppten Kinder indoktriniert und sie gezwungen, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen und die ukrainische Identität aufzugeben. 

Mehr Reportagen von Kriegsreporter Jan Jessen

Russland rechtfertigt Verbringung ukrainischer Kinder mit Sicherheit

Moskau streitet nicht ab, ukrainische Kinder unter seine Kontrolle gebracht zu haben, begründet dies jedoch mit der Sicherheit der Kinder. Russland habe sie aus der Gefahrenzone der Front entfernt und sei bereit, sie zurückzugeben, wenn sich ihre Verwandten melden, hieß es. 

Verschiedene Vermittler, darunter die Golfstaaten und zuletzt die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump, Melania Trump, haben sich darum bemüht, die Rückkehr einiger Kinder in kleinen Gruppen zu ermöglichen. 

pau/AFP