Eine ungewöhnliche Protestaktion hat am Sonntag im Pariser Louvre für Aufsehen gesorgt. Unbekannte Aktivisten hängten dort ein gerahmtes Pressefoto von Andrew Mountbatten-Windsor in unmittelbarer Nähe weltberühmter Kunstwerke auf – nur wenige Meter entfernt von der „Mona Lisa“. Nach rund 15 Minuten wurde das Bild wieder entfernt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Bei dem Motiv handelt es sich um einen viel beachteten Schnappschuss eines Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters. Das Bild zeigt Mountbatten-Windsor sichtlich angespannt und erschöpft, als er am Donnerstagabend eine Polizeistation im englischen Aylsham (Norfolk) verlässt. Er hatte dort zuvor mehrere Stunden in Gewahrsam verbracht.

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Andrew kurzzeitig im Louvre ausgestellt – Aktivisten wollen Botschaft senden

Die Aktivisten versahen das Foto mit dem Titel „He’s Sweating Now“ („Jetzt schwitzt er“) – eine Anspielung auf eine Schlagzeile der britischen Boulevardzeitung „The Sun“. In einem auf Instagram veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ein Aktivist das gerahmte Bild an der Museumswand befestigt. Besucher bleiben stehen, fotografieren die Szene und reagieren teils belustigt, teils irritiert.

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Hinter der Aktion steht nach eigenen Angaben das britische Aktionsbündnis „Everyone Hates Elon“. Die Gruppe erklärte in dem Video: „Wir dachten, wir zeigen dem Ex-Prinzen, wie die Welt ihn in Erinnerung behalten wird.“ Und weiter: „Wir zeigen ihm, wie die Welt ihn wirklich sieht!“

Festnahme von Andrew Mountbatten-Windsor: Ermittlungen wegen mutmaßlicher Weitergabe geheimer Informationen

Andrew Mountbatten-Windsor, der inzwischen seinen bürgerlichen Namen nutzt, war am 19. Februar von der britischen Polizei festgenommen worden. Ihm wird „Fehlverhalten in Ausübung öffentlicher Funktionen“ vorgeworfen. Konkret geht es um den Verdacht, er habe als früherer Handelsbeauftragter vertrauliche Regierungsinformationen an den verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben.

Mountbatten-Windsor verbrachte nach Behördenangaben rund elf Stunden in Polizeigewahrsam und wurde anschließend wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an. Der Louvre äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu der Aktion. Sicherheitskräfte entfernten das Bild nach kurzer Zeit. Schäden an Kunstwerken seien nicht bekannt geworden.