Vor zehn Jahren gab Donald Trumps damaliger Büchsenspanner Steve Bannon die Parole aus, man müsse die Öffentlichkeit mit „Shit” fluten, damit sie nicht merkt, was wirklich vor sich geht. Der Trick hat sich abgenutzt. Die Amerikaner sind mehrheitlich des politischen Gestanks überdrüssig, den Trump mit seiner täglichen „Tour de Force“ gegen die Eckpfeiler der Demokratie erzeugt.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Was der Präsident in der bisher längsten und eingedenk Dutzender Falschdarstellungen unerträglichsten „Rede zur Lage der Nation” vom Stapel ließ, wie er sich und seine mediokre Regierung als Landerneuerer historischen Ausmaßes feierte, stimmte über weite Strecken depressiv.

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Trumps Rede zur Lage der Nation: kein Wort zu ICE oder Epstein

Fast 70 Prozent der Amerikaner sehen das „goldene Zeitalter“ nicht, das Trump ihnen verheißt. Sie sehen in Umfragen, dass ihr Präsident die falschen Prioritäten setzt. Ihnen sind die außenpolitischen Bodybuilding-Posen von Caracas über Nuuk bis Teheran zuwider, solange die Lebenshaltungskosten weiter extrem hoch sind.

Ihnen reißt der Geduldsfaden, wenn der erste Mann im Staat kein Wort des Bedauerns über die ICE-Opfer von Minneapolis verliert und den Epstein-Skandal trotz erdrückender Indizien ausblendet.

News aus den USA

Die Rache kommt bei den „Midterms“

Dass der Oberste Gerichtshof Trump gerade erst das bevorzugte Räppelchen aus der Hand geschlagen hat – die Zollkeule – gibt jenen Rückversicherung, die überzeugt sind, dass der 47. Präsident im 250. Jahr des Bestehens der Vereinigten Staaten die Verfassung des Landes schreddern will.

Dirk Hautkapp ist USA-Korrespondent.
Dirk Hautkapp ist USA-Korrespondent.© Privat | Hamburger

Das wird sich nach jetzigem Stand im November bei den „Midterms“ für ihn und die Republikaner bitter rächen. Der Zustand des Landes ist alles in allem miserabel. Man hört sie schon quaken, die lahme Ente.