Der Iran hat bereits am Samstag als Reaktion auf den Angriff der USA und Israels auch Militärbasen im Irak und Jordanien angegriffen, in denen auch die Bundeswehr stationiert ist. Betroffen waren die multinationalen Basen in Erbil im Nordirak und in al-Azraq im Osten von Jordanien.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Alle Geschosse und Drohnen wurden durch die Flugabwehr neutralisiert, berichtet das Magazin „Spiegel“. Ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr sagte gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), dass die deutschen Soldaten wohlauf seien. Sie befänden sich in sicheren Schutzbauten. Allerdings wurde ein US-Soldat durch herabstürzende Trümmer leicht verletzt.

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Nahost: Größter Einsatz der Bundeswehr im Ausland

Im Anti-IS-Einsatz in Jordanien und Irak sind laut Bundeswehr 305 Soldaten vor Ort. Der Einsatz ist damit der größte der Bundeswehr im Ausland. Auch im Libanon sind 204 deutsche Soldaten. Somit ist fast die Hälfte der im Ausland stationierten Bundeswehrsoldaten nun in der Nahost-Region zwischen den Fronten.

Krieg gegen den Iran – spannende Hintergründe

Die Bundeswehr hatte sich schon vor den amerikanisch-israelischen Luftschlägen auf Vergeltungsangriffe Irans eingestellt. Vor allem im Nordirak, wo die Bundeswehr die Ausbildung der lokalen Sicherheitskräfte unterstützt, wurde das deutsche Personal bereits auf ein absolutes Minimum verkleinert. Im angegriffenen Stützpunkt bei Erbil ist nur noch eine niedrige zweistellige Zahl, berichtet der „Spiegel“.

Außenministerium: „Stündlich Kontakt“ in die Region

Im ebenfalls betroffenen Feldlager in Jordanien seien es demnach nur noch rund 100 Bundeswehrsoldaten. Ein Sprecher des Außenministeriums wollte am Montag nicht ausschließen, dass es Änderungen bei der Personalstärke vor Ort geben könnte. „Das operative Führungskommando der Bundeswehr hat stündlich Kontakt zu den Kontinenten und analysiert stündlich, was passiert“, sagte er.

Am Sonntagabend hatten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. „Wir werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen“, heißt es darin.

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Bundeswehrsoldaten würden sich „defensiv verteidigen“

Dies könne „potenziell auch, falls notwendig, das Ermöglichen von verhältnismäßigen militärischen Defensivmaßnahmen einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen abzufeuern, an der Quelle zu zerstören“, heißt es in der Erklärung weiter.

CSU & CDU – Spannende Artikel über die Union

Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Montag zur Deutung der Erklärung: „Für uns bedeutet es nichts weiter, als dass unsere Bundeswehrsoldaten, wenn sie angegriffen werden würden, sich defensiv verteidigen würden.“ Weitere „Maßnahmen darüber hinaus“ seien nicht geplant.

Iran warnt Europa vor militärischen Defensivmaßnahmen

Wie genau würden diese defensiven Maßnahmen aussehen? „Aus Gründen der militärischen und operativen Sicherheit können wir uns grundsätzlich nicht zu Details äußern, die Rückschlüsse auf konkrete Gefährdungsbewertungen oder interne Planungen zulassen“, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr gegenüber dieser Redaktion. „Grundsätzlich werden aber für alle Einsatzszenarien der Bundeswehr vorsorglich verschiedene Handlungsoptionen und Planungen erstellt.“ Die Sicherheit der Soldaten habe „oberste Priorität“.

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Der Iran hatte nach der Erklärung die europäischen Länder davor gewarnt, sich seinem Konflikt mit Israel und den Vereinigten Staaten anzuschließen. „Das wäre ein Kriegsakt. Jeder derartige Akt gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren gewertet werden. Es würde als Kriegsakt gegen den Iran angesehen werden“, sagte Außenministeriumssprecher Esmaeil Baqaei laut Medienberichten auf einer Pressekonferenz.

mit dpa