Ein Jahr vor seinem Tod 2016, saß Guido Westerwelle auf Mallorca und sprach mit dem Journalisten Dominik Wichmann, über sein Leben, seine Karriere, seine Krankheit. Das Audiomaterial dieser Gespräche ist die Grundlage der neuen ARD-Dokumentation „Westerwelle“, die seit dieser Woche in der Mediathek zu finden ist.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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„Jahrzehntelang war ich ein Starker, und plötzlich bin ich ein ganz Schwacher“, sagt Westerwelle in diesen Aufnahmen. Wichmann beschreibt einen Menschen, der privat deutlich zerbrechlicher war, als man ihn aus der Öffentlichkeit kannte – als den Mann mit dem Guidomobil, dem Big-Brother-Auftritt, der aufgemalten 18 auf der Schuhsohle. Er führte die FDP in der Bundestagswahl 2009 zu ihrem stärksten Ergebnis, fast 15 Prozent. Als erster offen homosexueller Außenminister Deutschlands hatte er Geschichte geschrieben, ohne seine sexuelle Orientierung je zum politischen Programm zu machen.

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Ergänzt werden die Aufnahmen durch Erinnerungen von Weggefährten und Kontrahenten – unter anderem Philipp Rösler, Renate Künast und Christian Lindner. Einen besonders persönlichen Blick auf den Menschen Guido Westerwelle gewährt sein Ehemann Michael Mronz – der von den gemeinsamen Jahren und den letzten Monaten erzählt, mit bemerkenswerter Wärme.

Westerwelle starb am 18. März 2016 in Köln. Er wurde 54 Jahre alt. Die Dokumentation „Westerwelle“ ist ab sofort in der ARD-Mediathek abrufbar.