Es ist ein Paukenschlag: Wolfgang Kubicki will FDP-Parteichef werden. Und das FDP-Urgestein hat durchaus gute Chancen. Bei der Wahl Ende Mai wird Kubicki wohl nur gegen den NRW-Landeschef Henning Höne (39) antreten. Denn der bisherige Vorsitzende, Christian Dürr, zog nun seine Kandidatur zurück.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Gegenüber der „Bild“ sagte Kubicki: „Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen.“ Seine Kandidatur gab er zudem auf „X“ bekannt.

Kritik an seiner Bewerbung kommt von FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Jetzt sei nicht die Zeit für „persönliche Eitelkeiten oder späte Selbstvergewisserung, nur weil dafür Raum entsteht“, sagte sie. Die FDP müsse von einer neuen Generation geführt werden, „nicht nur von alten Schlachtrössern“, meinte die 68-Jährige. Kubicki und sie selbst müssten ihre Bekanntheit in den Dienst der Neuaufstellung der Partei stellen. „Aber gemeinsam mit der neuen Generation und nicht, indem wir ihr an der Spitze allein im Weg stehen.“ Strack-Zimmermann bekräftigte ihre Unterstützung für den nordrhein-westfälischen Landes- und Fraktionsvorsitzenden Henning Höne.

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Kubicki hofft Ende Mai darauf, die Parteibasis mobilisieren zu können. Er will die FDP wieder als eigenständige politische Kraft etablieren und sagte gegenüber „Bild“: „Deshalb werde ich den Delegierten meiner Partei im Mai ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen.“

Nachdem die FDP sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz aus dem Parlament flog, gab die FDP-Spitze um Dürr Ende März ihren geschlossenen Rücktritt bekannt. Nun will auch Dürr bei der Wahl Ende Mai nicht mehr kandidieren.

rk/dpa