Benjamin Netanjahu (76) hat eine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Der Ministerpräsident Israels teilte am Freitag bei X mit, sein jährlicher Gesundheitsbericht sei heute veröffentlicht worden. Er sei in exzellenter körperlicher Verfassung, sagte Netanjahu, bevor er fortfuhr: „Ich hatte ein kleines medizinisches Problem mit der Prostata, das vollständig behandelt wurde.“

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Die werde seit anderthalb Jahren regelmäßig untersucht. Zuletzt sei ein winziger Fleck in dem Organ entdeckt worden. Es habe sich herausgestellt, „dass es sich um ein sehr frühes Stadium eines bösartigen Tumors handelt“. Der Krebs habe nicht gestreut.

Seine Ärzte hätten ihm zwei Optionen erläutert. Beobachten, aber nicht operieren. Oder: Behandeln und entfernen. Er habe sich für Letzteres entschieden, so Benjamin Netanjahu. „Wenn mir rechtzeitig Informationen über eine mögliche Gefahr zugespielt werden, will ich sie sofort angehen“, schrieb der Ministerpräsident.

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Benjamin Netanjahu: „Folgen Sie den Anweisungen der Ärzte“

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Und weiter: „Ich habe eine gezielte Behandlung durchlaufen, die das Problem entfernt hat und keine Spur davon übrig ließ.“ Er sei zu ein paar kurzen Behandlungen gewesen, habe ein Buch gelesen und sei dabei weiterhin seiner Arbeit nachgegangen. „Der Fleck ist vollständig verschwunden.“

Netanjahu dankte seinem Behandlungsteam und mahnte die Bürger Israels: „Passen Sie auf Ihre Gesundheit auf. Lassen Sie sich untersuchen und folgen Sie den Anweisungen der Ärzte.“

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Gesundheitsberichte Netanjahus blieben lange Verschlusssache

Benjamin Netanjahu hat in der Vergangenheit immer wieder für Aufsehen gesorgt, wenn es um seine Gesundheit ging. Er ließ lange Zeit keine umfassenden oder systematischen Gesundheitsberichte veröffentlichen, obwohl es in Israel üblich ist, dass Ministerpräsidenten regelmäßig medizinische Checks durchführen und die wichtigsten Ergebnisse öffentlich machen.

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Dadurch entstanden immer wieder Gerüchte über Herzprobleme, Krebsverdacht oder andere schwere Erkrankungen, insbesondere als er in schneller Abfolge mehrfach im Krankenhaus war – etwa wegen Herzschrittmacher-Eingriffen, Prostata‑ und Hernie‑Operationen sowie Darmentzündungen.

Sein Team begnügte sich meist mit kurzen, eher vagen Stellungnahmen, dass er „stabil“ oder „in gutem Zustand“ sei, ohne tiefer in die Diagnosen oder Einschränkungen hineinzugehen. Kritiker sahen darin den Versuch, den Gesundheitszustand Netanjahus besser hinzustellen, als es den Tatsachen entsprach.