Das Ergebnis ist deutlich: Wenn man die Thüringerinnen und Thüringer fragt, worfür sie sich beim Konsum von Nachrichten mehr interessieren, dann kommt heraus: Eine gute Nachricht stößt auf viel mehr Zuspruch als ein Skandal.

55 Prozent der vom Insa-Meinungsforschungsinstitut Befragten haben geantwortet, dass sie sich vor allem für Positives beim Lesen interessieren. 32 Prozent, so haben es die Statistiker ermittelt, geben an, sowohl an guten Nachrichten als auch an Skandalen interessiert zu sein. Nur zwei Prozent hingegen konsumieren Nachrichten ausschließlich deshalb, weil sie sich für Skandale interessieren.
Diese Auswertung ist Teil einer großangelegten Befragung von Insa im Auftrag dieser Redaktion, die sich insbesondere mit der Zufriedenheit der Menschen im Freistaat auseinandersetzt und darauf schaut, wie sie ihre eigene Lage wirtschaftlich wie sozial einschätzen und wem sie zutrauen, die Probleme vor Ort in der Gemeinde, im Landkreis oder der Stadt oder im Bundesland am ehesten zu lösen.
Der Tag des Lokaljournalismus
- Der Tag des Lokaljournalismus am 5. Mai würdigt die Bedeutung lokaler Medien für Vertrauen, Orientierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
- Lokaljournalismus erklärt konkrete Alltagsfragen vor Ort – etwa politische Entscheidungen, Ausfälle im Nahverkehr oder lokale Projekte.
- Er stärkt die Demokratie, indem er kommunale Prozesse sichtbar macht, Macht kontrolliert und Beteiligung ermöglicht.
- Verlässliche lokale Berichterstattung wirkt Desinformation entgegen, prüft Fakten und korrigiert Gerüchte.
- Menschen vertrauen lokalen Medien eher, weil sie die Absender kennen; das fördert Dialog und gesellschaftliche Teilhabe.
- In Krisenzeiten unterstützt Lokaljournalismus resiliente Gemeinschaften durch praktische, geprüfte Informationen und Transparenz.
Weil am 5. Mai der „Tag des Lokaljournalismus“ begangen wird, werden diese Ergebnisse in der Weimarer Sendehalle exklusiv vorgestellt. Insa-Chef Hermann Binkert wird einordnen, was die Menschen geantwortet haben – und auch, was das für die Landespolitik in Thüringen bedeuten könnte. Mit ihm sitzt Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) auf dem Podium. Ob er sich überrascht zeigt, was die Thüringer auf die Frage geantwortet haben, was Thüringen für sie bedeutet? Moderiert wird der Abend von TLZ-Chefredakteurin Gerlinde Sommer und Funke-Thüringen-Reporterchef Fabian Klaus.
Noch einmal zurück zu der Frage: „Lieber eine gute Nachricht oder ein Skandal?“ Aus dem, was die Befragten geantwortet haben, lässt sich sogar eine Gemeinsamkeit zwischen Wählern des BSW und der Grünen ablesen. Denn die Befragten, die angegeben haben, diese beiden Parteien zu wählen, antworteten deutlich häufiger, dass sie lieber gute Nachrichten lesen wollen (BSW: 73 Prozent / Grüne: 68 Prozent), als die Wähler anderer Parteien. Neben guten Nachrichten besonders interessiert an Skandalen sind die Unionswähler (41 Prozent) und die Linke-Wähler (ebenfalls 41 Prozent).
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Was aber könnten solche gute Nachrichten sein? Auch darüber wird an diesem Abend gesprochen, denn natürlich wird auch gefragt, in welchem Bereich sich die Thüringerinnen und Thüringer wünschen, deutlich mehr zu erfahren. Ist es aus dem Bereich Infrastruktur am Wohnort oder doch eher aus dem Bereich Kultur und Brauchtum? Welche Rolle spielt eigentlich Politik bei der Frage nach guten Nachrichten und wo siedeln die Menschen im Land eigentlich die größte Kompetenz zur Lösung von Problemen an? Antwortansätze auf einige dieser Fragen soll der Abend in der Sendehalle liefern.
Anmeldungen zur Veranstaltung in der Sendehalle in Weimar sind online einfach möglich: Jetzt hier anmelden.



