Für Donald Trump war dieser Termin am Montag im Weißen Haus wahrscheinlich nicht spannend genug. Gesundheitsexperten sprachen im Oval Office über die medizinische Versorgung von Schwangeren und Babys, als dem US-Präsidenten die Augen zufielen. Videos und Fotos des müden Trump verbreiteten sich in der Folge in den sozialen Medien und wurden eifrig kommentiert.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Es war nicht das erste Mal, dass Trump bei einem Termin kurz wegdöste. Bei einer Kabinettssitzung im Dezember fielen dem Republikaner schon einmal die Augen zu. Auf seinen Kurzausflug ins Reich der Träume angesprochen, rechtfertigte sich Trump damals: „Ich habe nicht geschlafen. Ich habe die Augen nur geschlossen, weil ich zur Hölle noch mal da raus wollte“, so Trump. Und weiter: „Ich schlafe übrigens nicht viel“.
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Weißes Haus entrüstet: „Er hat nur geblinzelt, du Volltrottel!“
Letzteres bezeugte kürzlich Trumps Außenminister Marco Rubio in einem Interview mit dem Magazin „New York“. Auf langen Flügen zu gemeinsamen Terminen im Ausland müsse er immer schlafen, während Trump sich offenbar nie hinlege, so Rubio. Trumps geschlossene Augen erklärte Rubio damit, dies sei dessen Art, konzentriert zuzuhören.
Weniger einfühlsam ging der Reuters-Journalist Idrees Ali nun mit Trumps Sekundenschlaf um. Er postete ein Video des dösenden Präsidenten auf „X“, woraufhin sich umgehend der vom Weißen Haus betriebene Account „Rapid Response 47“ meldete und Ali mit einem „Er hat nur geblinzelt, du Volltrottel!“ scharf zurechtwies. Der demokratische Abgeordnete Ted Lieu bemerkte daraufhin ebenfalls auf X, dass es sich hierbei um ein sehr langes Blinzeln gehandelt haben müsse. Der Präsident habe seine Augen ganze 17 Sekunden geschlossen gehabt.
He was blinking, you absolute moron https://t.co/7gw3n7l8R3
— Rapid Response 47 (@RapidResponse47) 11. Mai 2026
Die Diskussion um Trumps neue Schläfrigkeit wirft so oder so kein gutes Licht auf den bald 80 Jahre alten US‑Präsidenten. Seinen Vorgänger Joe Biden hatte Trump immer wieder als „Sleepy Joe“ („Schläfriger Joe“) verunglimpft und ihm auch aufgrund seines hohen Alters jede Fähigkeit abgesprochen, das Land zu regieren. Nun scheint Trump selbst zu „Sleepy Don“ geworden zu sein – oder zum „Nodfather“, wie ein User auf „X“ schrieb. Das Wortspiel, das auf „Godfather“ (Pate) anspielt und auf das Verb „to nod“ („nicken“ oder auch „einnicken“) Bezug nimmt, lässt sich schwer ins Deutsche übertragen.
Trumps nächster Gesundheitscheck steht an
Am 26. Mai steht Trumps nächster Gesundheitscheck an. Der Termin im Walter-Reed-Militärkrankenhaus in einem Vorort der Hauptstadt Washington umfasse „im Rahmen seiner regelmäßigen Gesundheitsvorsorge“ auch eine zahnärztliche Untersuchung, teilte das Weiße Haus am Montag mit.
Trump hatte sich im Oktober seiner zweiten größeren medizinischen Untersuchung des vergangenen Jahres unterzogen. Später erklärte er, die Ergebnisse hätten gezeigt, dass seine Herzkreislaufgesundheit „ausgezeichnet“ sei. Trump bescheinigt sich selbst eine ausgezeichnete Gesundheit. Er ist der älteste Präsident, der jemals in den USA vereidigt wurde.
In den vergangenen Monaten hatten immer wieder Blutergüsse an Trumps Händen zu Spekulationen über seinen gesundheitlichen Zustand geführt. Das Weiße Haus begründete die blauen Flecken mit der Einnahme von Aspirin.
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