Der Thüringen-Monitor 2025 bietet der Landesregierung durchaus Grund, positiv auf die Ergebnisse zu blicken. Die Verbundenheit zur Heimat ist hoch, der Freistaat in der Mitte Deutschlands stiftet Identität für jene, die hier leben. Diese Verbundenheit geht weit über Bratwurst, Bier und Klöße hinaus – und längst über das Klischee vom „Grünen Herzen Deutschlands“.
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Thüringerin oder Thüringer zu sein, das bedeutet für viele Menschen im Land, in der Heimat zu leben und sich hier, in der Familie, im Dorf und im Verein, aufgehoben zu fühlen. Zugleich bekennen sich 90 Prozent klar zur Demokratie – zumindest in der Theorie. Warum also hat Thüringen immer wieder negative Schlagzeilen in Bezug auf Rechtsextremismus gemacht? Wie sind die hohen Zustimmungswerte zur AfD zu erklären, die in Thüringen besonders viele radikale Vertreter in ihren Reihen hat?
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Neben vielen positiven Anknüpfungspunkten im Thüringen-Monitor bleibt die Unzufriedenheit mit der Demokratie in der Praxis hoch. Deshalb hat Staatskanzleichef Stefan Gruhner recht, wenn er sagt: „Sonntagsreden helfen nicht“, und nahezu beschwörend darauf verweist, dass sich die Stimmung nicht in einem Jahr grundlegend drehen lässt.
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Die Zustimmung zur Landesregierung ist zwischen 2024 und 2025 dennoch um neun Punkte gesunken. Selbst wenn man mögliche Sondereffekte des ungünstigen Erhebungszeitraums 2024 – Start war am Tag nach der Landtagswahl – anerkennt, muss dieser Wert im Kabinett zum Nachdenken, wenn nicht gar zum Umdenken anregen. Mehr noch: Er zwingt dazu, wenn man den Thüringen-Monitor als Seismograf der politischen Stimmung im Land wirklich ernst nimmt.





