Ein Jahr ist die schwarz-rote Bundesregierung im Amt – und Ex-Kanzler Olaf Scholz ein einfacher Abgeordneter: Mitglieder der gescheiterten Ampel-Koalition, etwa Robert Habeck (Grüne) oder Christian Lindner (FDP), zogen sich aus dem bundespolitischen Geschäft zurück. Scholz allerdings blieb – und schaut seither vom Plenum aus auf die Regierungsbank, wo sein Nachfolger im Kanzleramt die Geschicke des Landes lenken soll.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Nun könnte dem Kanzler a.D. allerdings eine neue Aufgabe zuteilwerden: Einem Bericht des „Tagesspiegel“ zufolge soll Scholz die Bundesregierung beim Ausbau der Beziehungen zu den Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen. Dazu solle er die Leitung der von der schwarz-roten Koalition geplanten Nord-Süd-Kommission übernehmen, berichtete die Zeitung weiter. 

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Olaf Scholz: Das sieht sein neuer Posten vor

Das Entwicklungsministerium bestätigte die Personalie auf Anfrage nicht, erklärte aber, Abstimmungen liefen innerhalb der Bundesregierung „weiter unter Hochdruck“. „Die Nord-Süd-Kommission soll zeitnah - voraussichtlich im zweiten Quartal 2026 – einberufen werden“, erklärte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Dazu werde es einen Kabinettsbeschluss geben.

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Ziel der Kommission sei es, Empfehlungen für die Bundesregierung zu erarbeiten, um die bilateralen Beziehungen zu Ländern des Globalen Südens zu diversifizieren, zu intensivieren und zu einem globalen Netzwerk auszubauen, so die Sprecherin. Dies sei vor dem Hintergrund geopolitischer Herausforderungen wichtig und im Interesse Deutschlands.

Die Bundesregierung kommt damit einem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag nach. Die Kommission soll insbesondere entwicklungspolitische Aspekte angehen, die aber eng mit sicherheits- und außenpolitischen Interessen verbunden sind und im Einklang mit dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung stehen sollen.

daw, dpa