Der russische Künstler Semyon Skrepetsky ist in Polen erschossen worden. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Zuvor hatte ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP gesagt, dass auf einen 44-Jährigen mehrere Schüsse abgegeben worden seien. Tatort war demnach die Stadt Biala Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt. Die polnische Polizei nannte aber nicht den Namen des Opfers.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Russische und belarussische Oppositionsmedien konnten den Toten jedoch identifizieren. Skrepetsky war Künstler und ein ausgesprochener Putin-Kritiker. Mit seinen Karikaturen über Kremlchef Wladimir Putin, den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko oder Sowjetdiktator Josef Stalin hat sich Skrepetsky einen Namen gemacht. Er lebte seit 2021 in Polen im Exil.

Kreml-Kritiker werden immer wieder Opfer von Angriffen
Wer für seinen Tod verantwortlich ist, ist noch unklar. Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, sagte der Polizeisprecher. „Wir kennen aber das Motiv des Täters bisher nicht“, sagte er. Gefasst werden konnte der Schütze nicht.
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Skrepetsky ist nicht der erste Kreml-Kritiker, der im Ausland getötet wurde. 2018 wurde etwa der Oppositionspolitiker Denis Woronenkow in Kiew erschossen. Der Unternehmer Nikolai Gluschkow wurde 2018 tot in seiner Londoner Wohnung gefunden. Für internationale Aufmerksamkeit sorgten auch die Gift-Anschläge auf die Oppositionellen Sergei Skripal, Alexei Nawalny und Wladimir Kara-Mursa.
lro mit dpa





