Bulgarien fordert Gespräche mit Russland
Bulgarien hat Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs mit Russland gefordert – und dabei auf das nukleare Risiko verwiesen, das von Moskau ausgehe. „Wir müssen anfangen mit Russland zu reden“, sagte der bulgarische Regierungschef Rumen Radev am Mittwoch in Brüssel. „Das Wichtigste ist, die Bedingungen für Frieden vorzubereiten“, fügte er hinzu.
Radev warnte, dass die militärische Unterstützung Kiews nicht ausreichen werde, da die Ukraine immer weniger in der Lage sei, sich vor russischen Angriffen zu schützen. „Wir sollten erkennen, dass es Grenzen dafür gibt, einfach nur Waffen zu liefern und zu unterstützen“, sagte er. Frieden werde „durch Diplomatie“ erreicht und „nicht durch Waffenlieferungen“. Radev hatte Bulgariens militärische Unterstützung für die Ukraine nach seinem Wahlsieg im April eingestellt.
Der bulgarische Regierungschef sprach in Brüssel auch das von Moskau ausgehende nukleare „Risiko“ an, welches „niemand zur Sprache“ bringe. „Wir sollten das nicht vernachlässigen. Wie sehr können wir Russland bedrängen, ohne dass Russland mit etwas anderem reagiert?“.
Die Nato kritisierte am Dienstag die „unverantwortliche nukleare Rhetorik“ Russlands, nachdem Moskau gewarnt hatte, es würde sein „gesamtes Arsenal einsetzen“, sollte die Allianz die russische Exklave Kaliningrad bedrohen.