Selenskyj beklagt Tod und Zerstörung vor Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor möglichen neuen Verhandlungen mit dem Kreml unter US-Vermittlung den russischen Streitkräften die gezielte Tötung von Zivilisten vorgeworfen. In der Region Dnipropetrowsk seien vier Menschen getötet worden. Insgesamt verzeichneten neun Regionen demnach Schäden und Verletzte.
In der Nacht seien Wärmekraftwerke, Umspannwerke, Kohlebergwerke, Getreidelager und Einkaufszentren attackiert worden. Auch Rettungskräfte seien ins Visier der Angreifer geraten.
Russland habe allein in dieser Woche etwa 1.600 Gleitbomben, 48 Marschflugkörper und ballistische Raketen sowie fast 2.300 Drohnen eingesetzt. "So reagiert Russland auf Diplomatie und die Aufhebung der Isolation", sagte Selenskyj.
Der Präsident betonte, es sei "sehr wichtig, dass parallel zu den Verhandlungen die Unterstützung für die Verteidiger des Lebens nicht nachlässt". So müssten die von den Europäern bereits genehmigten Lieferungen von Abwehrraketen erfolgen. "Jedes solche Verteidigungspaket trägt – insbesondere vor dem Winter – dazu bei, Leben zu retten", sagte Selenskyj.