In der Geschichte der Waffenstillstände ist der vor zwei Wochen in der Schweiz übers Knie gebrochene zwischen den USA und dem Iran schon jetzt einer der schlechtesten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Das Wiederaufflammen der militärischen Wie-du-mir-so-ich-dir-Scharmützel seit gut vier Tagen, begleitet von abermals apokalyptischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen Teheran, ist das Resultat der latent iranfreundlichen Schwammigkeit in den 14 Paragrafen, die nachts am Vierwaldstättersee zu Papier gebracht wurden.
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Im Mittelpunkt: die Straße von Hormus. Im Memorandum steht, dass Teheran „mit größtmöglichem Einsatz Vorkehrungen für die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen treffen wird“. Darunter versteht der Iran Kontrolle und Weisungsrecht: Welche Route Öltanker zu nehmen haben, bestimmen wir! Dahinter steht: Der Iran bastelt an einem langfristigen Gebührenmodell und will den geopolitischen Hebel, mit dem er die weltweiten Ölmärkte beeinflussen kann, nie mehr aus der Hand geben. Alle Experten wissen das.
Iran-Krieg: Donald Trump sitzt in der Falle
Trump will und kann das aus machtpolitischen Gründen nicht dulden. Aber er sitzt in der Falle. Die Rückkehr zum großen Bombenkrieg ist ausgeschlossen, allen Vernichtungsdrohungen zum Trotz. Die absehbare Vergeltung durch Teheran wäre verheerend. Und der US-Kongress würde rebellieren. Fakt bleibt: Ein einziger vom Iran beschädigter Tanker, ein Drohnenschwarm, ein Minenverdacht – und Märkte, Versicherer und Golfstaaten geraten ins Zucken.

Trump kann das nur auf dem Verhandlungsweg eindämmen. Er muss Zugeständnisse machen. Die Einrichtung einer direkten „Hotline“ zwischen Pentagon und Revolutionsgarden wäre der erste Schritt, um eine weitere Eskalation zu verhüten.






