Pete Hegseth will seit seinem Amtsantritt als US-Verteidigungsminister das US-Militär „männlicher“ machen. Noch als Moderator bei „Fox News“ hetzte er immer wieder gegen eine angeblich „woke“ Armee, die wieder mehr Kriegergeist braucht. Nun hat Hegseth eine nächste Maßnahme im Kampf gegen die angebliche Verweichlichung der Soldaten vorgestellt. Künftig sollen in den USA ab dem Alter von 30 Jahren die Testosteronwerte von Soldaten getestet werden.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dies werde im Rahmen einer bereits bestehenden jährlichen Gesundheitsuntersuchung stattfinden, kündigte Hegseth auf der Plattform X an. Für Soldaten unter 30 sei der Test freiwillig. Eine Behandlung wird demnach im Fall eines festgestellten Testosteronmangels empfohlen, ist jedoch keine Pflicht.
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Hegseth begründete die Maßnahme damit, dass der „einzelne Kämpfer“ immer der wichtigste taktische Vorteil der USA sein werde. Er sprach von einer „heiligen Pflicht“, diesen Vorteil zu bewahren. Deshalb müsse man ständig nach neuen Wegen suchen, um die Leistungsfähigkeit und langfristige Gesundheit der Soldaten zu optimieren, folgerte Hegseth. Mit den Tests soll ihm zufolge sichergestellt werden, dass sie über „die richtigen Testosteronwerte“ verfügen, um Bestleistung zu erbringen. Der Pentagon-Chef verwies in dem Zusammenhang darauf, dass der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter oft auf natürliche Weise sinke.
The High-T Department of War. pic.twitter.com/hlAUq3j2cD
— Secretary of War Pete Hegseth (@SecWar) July 15, 2026
An die Soldaten gewandt, sagte Hegseth: „Bei dieser Initiative geht es nicht um künstliche Verbesserung, sondern darum, eure natürlichen Fähigkeiten wiederherzustellen und zu optimieren, (…) und sicherzustellen, dass ihr über die biologische Grundlage verfügt, die notwendig ist, um den Kampf durchzuhalten.“
Der Pentagon-Chef treibt seit seinem Amtsantritt Veränderungen in seinem Ministerium voran. Immer wieder beschwört Hegseth einen Kriegerethos im Militär – genau wie das vermeintliche Idealbild eines traditionell männlichen Kämpfers.
os/dpa





