Dem ukrainischen Militär ist offenbar ein Schlag gegen Russland gelungen. Im Osten der Ukraine, in der Nähe der Stadt Kupiansk, sollen Soldaten der 151. Mechanisierten Brigade eine moderne Haubitze ausgeschaltet haben. Das berichten mehrere ukrainische Medien.
Mehr Reportagen von Kriegsreporter Jan Jessen
- Mit 140 durch den Krieg: Dieser Bus holt Verwundete aus der Hölle
- Für Vergebung: Im „Alcatraz“-Bataillon kämpfen Verbrecher in der Hölle
- „Gamechanger“: Ukraine setzt Hightech-Waffe ein – und versenkt Boote
- „Bis hierher und nicht weiter!“: Bundeswehr rüstet sich für Putin
- „Wie wilde Tiere“: Mariya von russischen Soldaten vergewaltigt
Wie unter anderem „Militarnyi“ berichtet, wurde kürzlich ein 2S44 Giatsint-K zerstört. Dabei soll es sich erst um den zweiten bestätigten Abschuss eines solchen Radpanzer-Selbstfahrlafettensystems handeln. Die Verantwortlichen des russischen Militärs sollen noch versucht haben, das Fahrzeug in Sicherheit zu bringen. Laut dem Portal „Censor.net“ setzte die ukrainische Einheit Drohnen für den Beschuss der Haubitze ein.
Auch interessant
Giatsint-K von Ukraine getroffen: Zerstörung schwächt russische Armee deutlich
Die Zerstörung des mobilen Systems schwächt die russische Armee in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Denn die Giatsint-K ist bislang eher in geringen Stückzahlen vorhanden. Die Produktion des selbstfahrenden Artilleriesystems wurde erst 2023 aufgenommen, seit Ende 2024 sind die Modelle im Einsatz.
Auch interessant
Was macht die Giatsint-K so besonders? Das Modell ist ein vergleichsweise neues russisches 152-mm-Artilleriesystem auf einem vierachsigen Radfahrgestell. Die Kanone basiert auf der sowjetischen gezogenen Haubitze 2A36 Giatsint-B und folgt damit einem ähnlichen Konzept wie die russische Selbstfahrlafette 2S43 Malva. Mit Standard-Splittergranaten erreicht das System eine Reichweite von rund 30 Kilometern. Mit raketengestützter Munition können sogar Ziele in bis zu 33 Kilometern Entfernung getroffen werden.

Der entscheidende Vorteil der Waffentechnologie liegt in der Beweglichkeit. Auf der Straße erreicht die Giatsint-K bis zu 80 Kilometer pro Stunde – deutlich schneller als herkömmliche Kettenartillerie. Das erlaubt es russischen Besatzungen, nach einem Angriff rasch den Standort zu wechseln, bevor ukrainische Kräfte reagieren können.





