Dieses Land wird im Frühjahr nächsten Jahres in seiner demokratischen Neufassung 78 Jahre alt. Es hatte bis dato zwölf Bundespräsidenten – von Theodor Heuss (FDP) bis Frank-Walter Steinmeier (SPD).

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Dass nach fast acht Jahrzehnten endlich eine Frau die Bundesrepublik nach innen und außen als Staatsoberhaupt repräsentieren sollte, war bis vor Kurzem eigentlich Konsens bei den demokratischen Parteien von Regierung und Opposition. Nun ist in der CDU eine neue Debatte darüber ausgebrochen, ob es nicht vielleicht zum 13. Mal in Folge doch wieder ein männliches Staatsoberhaupt werden sollte – ein Ärgernis sondergleichen.

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Bundespräsidentin: Eine Frau könnte dem Amt neuen Esprit verleihen

Eine Frau an der Staatsspitze würde dem Proporz in der Gesellschaft entsprechen, ihre immer noch vorhandene Unterrepräsentierung im Parlament und in der Regierung zumindest etwas ausgleichen. Sie könnte dem Amt eine neue Ausstrahlung und Esprit geben, was zumindest der letzte Bundespräsident nicht zu schaffen vermocht hat.

Diese Aussage und Hoffnung wird getragen vom Profil der drei Bewerberinnen fürs Präsidialamt, die derzeit noch diskutiert werden: Ilse Aigner (CSU), Karin Prien (CDU) und Julia Klöckner (CDU). Eine Landtagpräsidentin, eine Bundesministerin, eine Bundestagspräsidentin – drei starke, durchsetzungsfähige und volksnahe Kandidatinnen.

Christoph Link / Redakteur
Christoph Link ist Politik-Korrespondent.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

Es gibt nun offenbar in der CDU die Überlegung, dass beim Erstarken der AfD und ihrem möglicherweise drohenden Gewinn einer Ministerpräsidentschaft ein erfahrener Jurist wie Boris Rhein (CDU) das Land geschickter durch eine mögliche Staatskrise steuern könnte. Das ist Unsinn. Und eine Respektlosigkeit gegenüber den genannten Kandidatinnen.