Die Sensation verpasst Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern wahrscheinlich knapp. Schaut man auf die ersten Zahlen, gelingt es ihr offenbar nicht, die AfD – sie ist klare Wahlsiegerin – einzuholen. Dennoch wurde deutlich: Der Kampf um Mehrheiten in ostdeutschen Landesparlamenten führt nur noch über das direkte Duell.
Ähnlich hat das 2024 in Thüringen funktioniert, wo Mario Voigt zumindest im Ansatz in so etwas wie ein Duell mit Björn Höcke fand.
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Mecklenburg-Vorpommern zeigt noch etwas: Wer im Osten gegen die AfD einen Blumentopf gewinnen will, muss sich glaubhaft von der Bundespolitik lösen. Schwesig hat genau das getan und kann trotz Platz 2 auf eine dritte Amtszeit hoffen.
CDU kämpft im Osten ums Überleben und verliert an Glaubwürdigkeit
In Mecklenburg-Vorpommern fliegt die CDU aus dem Landtag. In Berlin gerät sie aus einer anderen Richtung unter Druck. Dort musste die CDU ihren Spitzenkandidaten mitten im Wahlkampf austauschen. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner zog seine Kandidatur zurück. Für ihn trat Stefan Evers an. Nun dürfte die CDU das Rote Rathaus an die Linke verlieren.
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Die Volkspartei schafft es im Osten nicht mehr, sich glaubhaft aufzustellen. Dass Friedrich Merz, einst Hoffnungsträger in den ostdeutschen Bundesländern, nach der ersten Prognose vor die Kamera tritt, ist ein Novum. Er wolle Reformen umsetzen, die er seit 16 Monaten nicht hinbekommt. Nichts, was nach Aufbruch klingt. Nichts, was die Menschen im Osten glauben lassen würde, dass der Kanzler, der mal ihr Hoffnungsträger war, sie ernst nimmt. Merz ist mit diesem Nichtstatement die Enttäuschung des Wahlabends.




