Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt zum Gedenken am 9. November nach Weimar. Steinmeier will den Tag in Weimar auch nutzen, um sich mit Bürgerrechtlern zu treffen und in einen Austausch zu treten. Der 9. November 1989 ist der Tag des Mauerfalls. Bürgerproteste führten zum Ende der DDR und zur Einheit. Der Bundespräsident wird zudem im Haus der Weimarer Republik eine Ausstellung eröffnen und abends im DNT eine Rede halten.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Dem Staatsoberhaupt seien der 9. November und die Erinnerung an die drei bedeutenden historischen Ereignisse dieses Tages – die Ausrufung der Deutschen Republik im Jahr 1918, die nationalsozialistischen Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung 1938 und die friedliche Revolution 1989, die eine Diktatur stürzte – außerordentlich wichtig. Das hatte diese Zeitung aus dem Bundespräsidialamt bereits Anfang Juli erfahren, als auf Anfrage der Weimar-Besuch bestätigt worden war.
Nun stehen die Details fest: Der Weimarer Republik-Verein lädt zur Eröffnung der Ausstellung „Demokratie. Die Weimarer Republik zwischen Aufbruch und Krise“ ein; bei dieser Gelegenheit wird der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz an Michael Dreyer, Präsident des Weimarer Republik-Vereins, verleihen.
Am Abend eröffnet er mit einer Rede im Deutschen Nationaltheater das 6. Weimarer Forum für Erinnerungskultur. Unter dem Titel „Die Zukunft der Erinnerung“ werden Menschen aus Wissenschaft, politischer Bildung, Gedenkstättenarbeit und jüdischem Leben über die Herausforderungen einer demokratischen Erinnerungskultur sprechen.
Nach Angaben der Gesellschaft zur Erforschung der Demokratie-Geschichte (GEDG) ist an diesem Tag an 14 Stolpersteinen ein Gedenken an Opfer nationalsozialistischer Verfolgung geplant.
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