Nach den desaströsen Ergebnissen der CDU bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist die Kanzler-Partei im Existenzkampf der politischen Mitte angekommen. Und die Nachrichten werden für Bundeskanzler Merz nicht unbedingt positiver. Wie eine neue Insa-Umfrage im Auftrag der „Bild“ zeigt, wächst die Zustimmung für die AfD auch im Westen. In Hinblick auf die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen käme die CDU aktuell nur noch auf 26 Prozent und büßte damit im Vergleich zur letzten Umfrage der Zeitung vor knapp sechs Monaten acht Prozentpunkte ein.

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Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
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Zwar legten die Grünen (16 Prozent) einen Prozentpunkt zu, doch eine Mehrheit hätte die von Ministerpräsident Hendrik Wüst geführte schwarz-grüne Landesregierung mit diesen Umfragewerten nicht mehr. Am 25. April wählen die rund 13 Millionen Wahlberechtigten in Nordrhein-Westfalen einen neuen Landtag. Und auch im bevölkerungsreichsten Bundesland könnte – nimmt man die aktuelle Insa-Umfrage als Grundlage – die AfD deutlich mehr Sitze hinzugewinnen.
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Die Partei kommt in der aktuellen Umfrage mit ihrem Spitzenkandidaten Martin Vincentz auf 21 Prozent und legte damit erneut vier Prozentpunkte zu. Bereits bei ihrem Wahlparteitag im Juli in Marl formulierte der AfD-Landesverband ihren Anspruch auf mehr Macht und schickte Vincentz laut Beschluss ausdrücklich als Bewerber um das Amt des Ministerpräsidenten in den Wahlkampf.
Laut der aktuellen Umfrage müsste sich Wüst eine dritte Partei für eine nötige Mehrheit ins Boot holen. Da die CDU sowohl mit der AfD als auch der Linken eine Zusammenarbeit ausschließt, käme damit nur die SPD in Frage. Die Sozialdemokraten bleiben derzeit stabil bei 18 Prozent. Die Linke kommt auf zehn Prozent, während die FDP mit derzeit vier Prozent in einem weiteren Bundesland den Wiedereinzug in den Landtag verpassen würde.





