DRK-Landesarzt über Corona: Maßnahmen dringend weiterführen

Erfurt.  Reinhard Fünfstück, Landesarzt des Deutschen Roten Kreuzes, warnt: Aus medizinischer Sicht ist es viel zu früh, über Lockerungen zu diskutieren.

DRK-Landesarzt Reinhard Fünfstück warnt vor einer vorzeitigen Debatte über Lockerungen der Corona-Maßnahmen. „Es ist viel zu früh, eine solche Diskussion zu führen“, so der ehemalige langjährige Ärztlicher Direktor des Sophien-und Hufeland-Klinikums in Weimar.

DRK-Landesarzt Reinhard Fünfstück warnt vor einer vorzeitigen Debatte über Lockerungen der Corona-Maßnahmen. „Es ist viel zu früh, eine solche Diskussion zu führen“, so der ehemalige langjährige Ärztlicher Direktor des Sophien-und Hufeland-Klinikums in Weimar.

Foto: Maik Schuck

Der Landesarzt des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für Thüringen, Reinhard Fünfstück, hält Debatten über Lockerungen der Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie derzeit für nicht angemessen. „Aus medizinischer Sicht muss ich sagen: Es ist viel zu früh, eine solche Diskussion zu führen“, betonte Fünfstück im Gespräch mit dieser Zeitung. „Gerade vor den Osterfeiertagen sollte man die Bevölkerung lieber so einschwören, dass die Maßnahmen mit aller Konsequenz weitergeführt werden. Wenn wir alle zusammenstehen, dann erträgt sich das natürlich auch viel leichter.“ Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Die Strategie von Bundes- und Landesregierung zur Bewältigung der Corona-Krise hält Fünfstück für gut und angemessen. „Man muss sehr zufrieden sein, dass der weitaus größte Teil der Bevölkerung die Maßnahmen befolgt“, sagte der ehemalige langjährige Ärztliche Direktor des Sophien-und Hufeland-Klinikums in Weimar.

Dass sich jetzt Juristen zu Wort meldeten und wegen der Einschränkungen des öffentlichen Lebens eine Rechtsbeugung kritisierten, kann Fünfstück nicht nachvollziehen. „Das führt nur zu mehr Verunsicherung als einer Stabilisierung der Menschen“, warnte er. Im Vordergrund müsse der Schutz von Familie, Freunden, Bekannten und der Gesellschaft insgesamt stehen.