Thüringer Erholungsorte profitieren besonders von Corona-Hilfe

Erfurt.  Die Kurorte und auch die staatlich anerkannten Erholungsorte leiden unter der Pandemie. Dafür soll es jetzt Extra-Geld geben, um die Folgen zu mildern.

Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst (SPD/links) und Kommunalstaatssekretärin Katharina Schenk (SPD/re.) haben auf ihrer gemeinsamen Sommertour fast alle Kurorte des Landes besucht. Die Geschenke in den Körben werden in dieser Woche über die Social-Media-Kanäle des Wirtschaftsministeriums verlost.

Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst (SPD/links) und Kommunalstaatssekretärin Katharina Schenk (SPD/re.) haben auf ihrer gemeinsamen Sommertour fast alle Kurorte des Landes besucht. Die Geschenke in den Körben werden in dieser Woche über die Social-Media-Kanäle des Wirtschaftsministeriums verlost.

Foto: Foto: Fabian Klaus

Die 24 staatlich anerkannten Erholungsorte in Thüringen sollen als Unterstützung vom Land mindestens 80.000 Euro bekommen, um die Corona-Folgen abzumildern. Damit plant das Thüringer Innenministerium nach Informationen dieser Zeitung. Im Haus von Kommunalminister Georg Maier (SPD) wird gerade die Verteilungsrichtlinie von insgesamt fünf Millionen Euro erarbeitet, die die Erholungsorte aus dem 200-Millionen-Euro umfassenden Kommunalpaket erhalten sollen.

Suhl könnte am meisten bedacht werden

Noch sind die Zahlen nicht abschließend bekannt. Suhl mit Schmiedeberg und Gehlberg könnte aber mit einer Zuweisung von etwa 630.000 Euro am stärksten profitieren. Kleinere Erholungsorte wie Teistungen im Landkreis Eichsfeld sollen nach derzeitigem Planungsstand etwas mehr als die veranschlagten 80.000 Euro erhalten. Das geht aus einem Papier des Innenministeriums hervor, das dieser Zeitung in Auszügen vorliegt, aber noch mit dem Finanzministerium abgestimmt werden muss.

Sonderunterstützung wegen Rückgängen im Tourismus

Zertifiziert werden die Erholungsorte vom Thüringer Wirtschaftsministerium, das auch für den Tourismus zuständig ist. Im Gegensatz zu den staatlich anerkannten Kurorten müssen die Erholungsorte nicht so umfassende touristische Services vorweisen. Allerdings spüren sie durch das Ausbleiben von Übernachtungen in der Corona-Pandemie dennoch die Folgen, weshalb die Sonderunterstützung gezahlt werden soll.

„Kurpfennig“ wird erhöht

Darüber hinaus erhalten die 18 anerkannten Kurorte über den 2016 eingeführten Kurlastenausgleich hinaus weitere Unterstützung von ebenfalls rund fünf Millionen Euro. Die werden nach dem Berechnungsschlüssel verteilt, nachdem auch der sogenannte „Kurpfennig“ an die Kommunen überwiesen wird. Die Auszahlung soll bis Ende September erfolgen, erklärte ein Sprecher von Kommunalstaatssekretärin Katharina Schenk (SPD) auf Anfrage.

SPD-Politikerinnen informierten sich über Folgen der Pandemie

Die SPD-Politikerin hatte in der vergangenen Woche gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst (SPD) eine Sommertour durch die Kurorte in Thüringen unternommen. Die beiden Politikerinnen verschafften sich einen Überblick darüber, wie sich die Folgen der Pandemie auf die Einrichtungen in den Orten auswirken. Schenk zeigte sich davon überzeugt, dass die Kurorte besondere Unterstützung brauchen. „Der Kurlastenausgleich hat seine Berechtigung und hilft den Kommunen“, resümierte sie ihre Tour.