Keine Sorge, Sie müssen keine Ordner wälzen oder Vertragsdeutsch entziffern, um Ihre Finanzen und Verträge zu optimieren. Die Experten des Geldratgebers Finanztip nehmen Ihnen das ab und verraten Familien ihre besten Spartipps, die sich einfach umsetzen lassen. So sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld – mit dem Sie in den nächsten Familienurlaub fahren oder sich ein neues Auto anschaffen können.

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Ob Strom, Handyvertrag, Versicherungen, Auto oder Haus: Durch kleine Anpassungen im Vertrag oder einen Vergleich der Anbieter sind ohne viel Aufwand in manchen Fällen mehrere Tausende drin.

Strom und Gas: Raus aus der Grundversorgung

Die meisten Strom- und Gasanbieter belohnen treue Kunden leider nicht. Besonders teuer ist oft die Grundversorgung beim örtlichen Stadtwerk. Eine Familie spart aktuell im Schnitt 350 Euro pro Jahr, wenn sie aus der Grundversorgung in einen günstigen Stromtarif wechselt. Beim Gas sind es aktuell sogar 690 Euro pro Jahr.

Finanztip hat Online-Rechner für den Stromvergleich und Gasvergleich, in denen verbraucherfreundliche Vertragskriterien voreingestellt sind. Außerdem sperrt die Redaktion problematische Anbieter aus, die in anderen Vergleichen weit oben stehen. Allgemein kann bei einem Anbieterwechsel nicht viel schiefgehen: Er ist oft in zehn Minuten beauftragt. Und ohne Strom oder Gas steht man übrigens nie da. Es gibt immer einen Grundversorger, der liefern muss.

Vertrag für Handy und Internet: Treue wird selten belohnt

Einen guten Handyvertrag findet man heute schon für unter zehn Euro pro Monat. Wer noch einen alten, teuren Vertrag hat, sollte sich mit dem nach besseren Konditionen umschauen, zum Beispiel mit dem Handytarif-Rechner von Finanztip. Gerade in einer Familie mit mehreren Verträgen ist das Sparpotenzial enorm. Und keine Sorge: Den Handyvertrag zu wechseln, ist heute meist nicht kompliziert, selbst, wenn man seine Rufnummer behalten will.

Ähnlich ist es beim Internetvertrag für zu Hause. Wer alle zwei Jahre mit einem Vergleichsportal seinen Vertrag wechselt, kann locker 100 bis 200 Euro im Jahr sparen. Beim Wechsel darf man nicht länger als einen Tag ohne Internet dastehen. Und wenn doch, hat man Anspruch auf Entschädigung.

Versicherung: Diese Verträge können sich Familien oft sparen

Es gibt unzählige Versicherungsprodukte, die alle möglichen Risiken absichern sollen. Viele davon sind komplett unnötig. Hierzu zählen zum Beispiel eine Handyversicherung oder die Reisegepäckversicherung. Auch wenn diese Absicherungen nur ein paar Euro im Monat kosten, kann auf ein Jahr hochgerechnet einiges an unnötigen Ausgaben zusammenkommen.

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Versicherungen sind wichtig, wenn sie ein teures Risiko absichern, das ein großes Loch in die Familienkasse reißen würde. Ein kaputtes Handy zählt nicht dazu. Wichtige Versicherungen sind unter anderem

  • die Privathaftpflicht,
  • eine Berufsunfähigkeitsversicherung und
  • die Wohngebäudeversicherung.

Bei solchen Verträgen ist es sinnvoll, mithilfe eines Versicherungsvergleichs einen Tarif zu finden, der alle wichtigen Leistungen enthält und nicht zu teuer ist.

Auto für die Familie versichern: Dieser Trick spart bei Fahranfängern

Besonders in Familien sitzen auch junge Fahrer hinterm Steuer. Eine reine Haftpflicht kostet dann schnell mehrere Hundert Euro mehr. Aber auch hier können Familien sparen.

Couple doing finances at home, portrait.
Wer die monatlichen Ausgaben als Familie regelmäßig prüft und vergleicht, kann oft noch viel Geld sparen, sagen die FInanztip-Experten.© Getty Images/iStockphoto | nortonrsx

Erstens, mit einem Tarifwechsel. Nicht alle Versicherer verlangen für junge Fahrer mehr. Und zweitens: Durch begleitetes Fahren ab 17 können Fahranfänger ihre Beiträge senken. Im Schnitt um rund 20 Prozent, zeigte eine Stichprobenanalyse aus Juni 2025 von Finanztip auf. In einem konkreten Beispielfall hätte ein 18-Jähriger so für seinen Golf VIII einen Haftpflicht- und Teilkasko-Vertrag für rund 1150 Euro im Jahr bekommen. Ohne begleitetes Fahren hätte ihn der Vertrag beim selben Versicherer rund 1500 gekostet.

Haus bauen: So sparen Familien bei der Baufinanzierung

Familien mit laufendem Baukredit sparen Zinsen, wenn sie freies Geld auf ihr Baukonto einzahlen. Das geht einerseits über Sondertilgungen. Jede vorzeitige Rückzahlung bringt so viel, wie der Kredit kostet, etwa 250 Euro je 10.000 Euro Sondertilgung bei einem Bauzins von 2,5 Prozent. Viele Banken erlauben ihren Kunden auch, den Tilgungssatz zu erhöhen. Die Rate steigt zwar, aber die Schulden sinken schneller.

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Wer noch eine Immobilie sucht, kann dagegen sparen, wenn er das Angebot an Immobilien erst einmal über einige Wochen beobachtet. Wer den Markt kennt und beim Kaufpreis verhandelt, spart oft mehrere Zehntausend Euro. Für die Finanzierung gilt: Angebote vergleichen, am besten über einen Vermittler von Baufinanzierungen.

Geld anlegen für das Kind: Juniordepot statt Sparbuch

Auch wenn viele Eltern das Sparbuch noch aus der eigenen Kindheit kennen, ist das heute keine gute Wahl mehr. Häufig gibt es nur einen einzelnen Cent Zinsen für 1000 angelegte Euro. Wer nicht auf eine Rendite verzichten möchte, setzt auf einen weltweiten Aktien-ETF fürs Kind. Hier winken etwa sechs Prozent Rendite jährlich. Mit einem Sparplan automatisieren die Eltern das Sparen für den Nachwuchs im eigenen Juniordepot. Auch Großeltern oder andere Angehörige können Geldgeschenke auf das Verrechnungskonto überweisen. Ein weiterer Vorteil: Läuft das Juniordepot auf den Namen des Kindes, wird dessen Sparerpauschbetrag ausgenutzt.

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