Patchworkfamilien gehören in Deutschland längst zur Normalität. Doch das bunte Familiengefüge ist hoch sensibel. Kein Wunder, denn wenn aus getrennten Familien neue Familien entstehen, kann es sehr turbulent zugehen. Aber wie kann bei diesem Familienmodell jedem gerecht werden und was sollte man auf keinen Fall tun? In dieser Ausgabe unseres Beziehungs-Newsletters „Ein FUNKE Liebe“ beschäftigt sich unsere Autorin Alina Juravel mit genau diesen Fragen und stellt auch den Erfahrungsbericht ihrer Kollegin vor.
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Neulich, als ich meine kleine Tochter aus dem Kindergarten abholte, stellte sie mir eine Frage, die mich kurz irritierte. Ich war gerade dabei, sie im Kindersitz anzuschnallen, als sie plötzlich rief: „Mama? Kann ich auch einen Bonus-Papa haben?“ Ich lachte und fragte sie, wie sie darauf kommt. Sie plapperte drauflos und erzählte, dass ihre Freundin in der Gruppe ja auch einen Bonus-Papa hat. Anschließend fragte sie mich, ob wir ihr einen Bonus-Papa kaufen könnten und wenn ja, in welchem Laden es den gibt.
Es ist herrlich, wie unbedarft Kinder noch sind und wie geradeaus sie ihre Fragen stellen. Meine Tochter ist noch keine 3 Jahre alt und trotzdem nimmt sie ihre Umgebung genau auf und interessiert sich für ihre Mitmenschen. Ich erklärte ihr, dass nicht alle Kinder einen Bonus-Papa haben, sondern nur manche. Anschließend versuchte ich ihr kindgerecht das Konzept einer Patchwork-Familie zu erläutern, aber da interessierte sich meine Tochter schon für andere Dinge, etwa, wann es endlich zum Spielplatz geht.

Patchwork bringt auch Reibung und Konflikte mit sich
Wenn ich von Patchwork-Konzepten höre, bin ich oft beeindruckt, wie Elternpaare das alles meistern und organisieren. Es ist sicherlich alles andere als leicht, erst eine Trennung mit Kindern durchzustehen und dann noch andere Kinder und ihre Eltern in das Familienkonzept aufzunehmen. Natürlich bringt Patchwork auch Reibung mit sich. Konflikte sind normal, das berichtet auch meine Kollegin Rebecca Baden aus eigener Erfahrung. Nach der Scheidung ihrer Eltern wächst sie in zwei Welten auf. Und als sie mit 15 bei der Polizei landet, sieht sie ihre Chance. Aber ich will Ihnen nicht zu viel verraten, lesen Sie ihren beeindruckenden Text hier.
Keine Frage, für Kinder ist es immer hart, wenn sich ihre Eltern trennen. Kommen dann auch noch neue Partner oder gar Stiefgeschwister ins Spiel, entstehen oft zusätzliche Herausforderungen. Dabei lässt sich das Zusammenleben mit einigen Tipps zumindest vereinfachen. Patricia Papernow ist Psychologin und eine Patchwork-Expertin. Sie gibt hier wirklich gute Tipps, mit denen das neue Familienmodell gelingen kann und sagt, welche Dinge man unbedingt vermeiden sollte.
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Patchwork-Familien an Weihnachten: Wer feiert mit wem?
Vor allem jetzt mit Blick auf Weihnachten stellen sich viele Patchwork-Familien die Frage, wie die Feiertage harmonisch gelingen und ohne Streit unterm Weihnachtsbaum verlaufen. Meine Kollegin Eileen Wagner hat deswegen mit den Familientherapeuten und Autoren Claudia Starke und Thomas Hess gesprochen. Sie geben Tipps, wie ein besinnliches Fest in Patchwork-Familien gelingen kann und vor allem die Frage „Wer feiert mit wem?“ am besten gelöst werden kann.

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Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie auch Erfahrungen mit Patchwork-Konzepten gemacht? Wenn ja, können Sie mir gerne von Ihren Erfahrungen berichten und vielleicht den ein oder anderen Tipp verraten.
Alles Liebe
Alina Juravel
P.S. Wenn Sie Kritik haben oder auch Anregungen, freue ich mich über eine Mail an alina.juravel@funkemedien.de
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