Besonders in der Weihnachtszeit ist Schokolade überall gefragt. Nun legt eine Untersuchung nahe, dass ihr Konsum auch positive Effekte haben könnte: Wissenschaftler vom King’s College London fanden heraus, dass ein bestimmter Inhaltsstoff der Kakaobohne, das Theobromin, mit einem niedrigeren biologischen Alter in Verbindung steht. Demnach könnte dunkle Schokolade den Alterungsprozess verlangsamen.

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Wenn Schokolade den Alterungsprozess verlangsamt

Theobromin gehört zur Gruppe der Alkaloide und ist vor allem in dunkler Schokolade enthalten, für Hunde und Katzen allerdings giftig. Für ihre Untersuchung analysierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst das Blut von 509 Teilnehmerinnen der TwinsUK-Studie. Dabei wurde der Theobrominspiegel mit sogenannten biologischen Altersmarkern verglichen. Das Ergebnis: Personen mit höheren Theobrominwerten wirkten jünger als ihr tatsächliches Alter vermuten ließ.

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Um die Befunde abzusichern, überprüfte das Team die Ergebnisse in einer weiteren Kohorte von 1160 Menschen. Auch hier bestätigte sich der Zusammenhang. Professorin Jordana Bell, leitende Autorin der Studie, erklärte: „Unsere Untersuchung zeigt eine Verbindung zwischen einem Hauptbestandteil dunkler Schokolade und einem längeren, jugendlichen Leben. Wir wollen damit nicht sagen, dass man mehr Schokolade essen sollte, aber die Forschung hilft uns zu verstehen, wie alltägliche Lebensmittel Hinweise auf ein gesünderes Leben liefern können.“

Schokolade: Nicht jeder Kakao-Stoff wirkt gleich

Interessanterweise war dieser Effekt spezifisch für Theobromin. Andere Inhaltsstoffe von Kakao oder Kaffee zeigten keinen vergleichbaren Zusammenhang. Offen bleibt jedoch, ob Theobromin allein wirkt oder mit weiteren Inhaltsstoffen wie Polyphenolen, die für ihre positiven gesundheitlichen Effekte bekannt sind, zusammenarbeitet.

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Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten für ihre Analysen epigenetische Marker, also chemische Veränderungen an der DNA, die Aufschluss über das biologische Alter geben. Auch die Telomerlänge, die Schutzkappen am Ende unserer Chromosomen, wurde untersucht. Je länger die Telomere, desto langsamer der Alterungsprozess.

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Dr. Ramy Saad, leitender Forscher an der Studie, betont: „Dies ist ein spannender Befund. Die nächste wichtige Frage ist, was genau hinter dieser Verbindung steckt und wie sich Nahrungskomponenten auf unser Erbgut auswirken.“

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Die Studie wurde im Fachjournal Aging-US veröffentlicht. Die Forscher warnen aber: Mehr Schokolade zu essen bedeutet nicht automatisch, dass man länger jung bleibt. Zucker, Fett und weitere Inhaltsstoffe könnten negative Effekte haben, und es bedarf noch weiterer Forschung, um die Zusammenhänge besser zu verstehen.