Schnee, Eis und vor allem spiegelglatte Straßen halten Deutschland weiter in Atem. Nach dem Streusalz-Chaos in Berlin und der kurzzeitigen Aufhebung des dortigen Streusalzverbots zieht der Markt spürbar an. Eine aktuelle Auswertung des Preisvergleichsportals Idealo zeigt, dass die Nachfrage nach Streusalz deutlich gestiegen ist und mit ihr auch die Preise. Ähnlich gefragt sind Schuhspikes, die auf vereisten Wegen für mehr Halt sorgen.

Hohe Nachfrage: Streusalzpreise legen zu

In vielen Städten und Gemeinden ist der private Einsatz von Streusalz auf Gehwegen aus Gründen des Umweltschutzes eigentlich untersagt. Die anhaltend extreme Wetterlage mit Schnee und Eis hat jedoch zahlreiche Kommunen dazu veranlasst, diese Regeln vorübergehend auszusetzen. Besonders in Berlin entwickelte sich die Frage um Tausalz zu einem politischen Streitpunkt. Mit der offiziellen Freigabe zur Glättebekämpfung zog die Nachfrage spürbar an – auch wenn diese nun juristisch gekippt wurde.

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Eine aktuelle Preisanalyse des Vergleichsportals Idealo verdeutlicht das Ausmaß des Ansturms. Demnach lag das Kaufinteresse zuletzt mehr als 4361 Prozent über dem Wert des Vormonats und rund 4088 Prozent über dem Niveau vom Januar. Die Folgen zeigen sich deutlich im Preis. Zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 verteuerte sich Streusalz um 22 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 28 Prozent. Während viele stationäre Händler kaum noch Ware vorrätig haben, ist Streusalz online weiterhin erhältlich, allerdings oft zu deutlich höheren Preisen.

Spikes für Schuhe: Selbstschutz bei Glatteis

Auch bei Schuhspikes zeigt sich ein deutlicher Nachfrageboom, ähnlich wie zuvor beim Streusalz. Die kleinen Hilfsmittel werden unter die Schuhsohle gezogen und entfalten ihre Wirkung auf Schnee und Eis besonders effektiv. Die mehrere Millimeter langen Metallstifte greifen beim Auftreten in den Untergrund und sorgen so für deutlich mehr Halt. Gerade bei starkem Glatteis können sie helfen, gefährliche Stürze zu vermeiden.

Nach Angaben von Idealo ist das Kaufinteresse an Schuhspikes im Vergleich zum Dezember um 1.863 Prozent gestiegen, gegenüber dem Vorjahr beträgt das Plus 588 Prozent. Preislich bleibt die Entwicklung bislang vergleichsweise moderat. Die meisten Modelle verteuerten sich lediglich um zwei bis vier Euro und liegen aktuell bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 18,24 Euro.