Am Dienstag wird der Mond für kurze Zeit rot. Wenn er vollständig in den Erdschatten taucht, erscheint er als rötlich schimmernde Scheibe am Himmel. Die totale Phase der Mondfinsternis dauert von 12.04 bis 12.33 Uhr (MEZ), sagt Uwe Pilz, Vorsitzender der Vereinigung der Sternfreunde, der Deutschen Presse-Agentur. Für Beobachter in Deutschland hat dieses Himmelsschauspiel allerdings einen entscheidenden Haken.
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Mondfinsternis in Deutschland nicht sichtbar: Warum das Schauspiel hier ausfällt
In Deutschland bleibt die totale Mondfinsternis unsichtbar. Denn das astronomische Ereignis findet zu einer Zeit statt, zu der der Mond hier noch gar nicht über dem Horizont steht. Die Finsternis beginnt nach deutscher Zeit um 10.50 Uhr, um 14.17 Uhr verlässt der Mond den Kernschatten der Erde wieder. Uwe Pilz sagt der dpa: „Da der Mond erst gegen 18 Uhr aufgeht, ist der gesamte Verlauf unbeobachtbar im deutschen Sprachraum.“
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Wer die Mondfinsternis beobachten will, muss auf die andere Seite der Erde schauen. Besonders günstig seien die Bedingungen auf Hawaii, sagt Pilz der dpa. Gut zu sehen sei das Ereignis außerdem in Ost-Russland, Alaska und in weiten Teilen der nordamerikanischen Pazifikküste. Dort steht der Mond zur entscheidenden Zeit hoch genug am Himmel, sodass sich sowohl sein Eintritt in den Erdschatten als auch die totale Phase gut verfolgen lassen.
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Blutmond und rote Mondfinsternis: Warum der Mond rot erscheint
Dass der Mond während einer totalen Mondfinsternis nicht schwarz wird, sondern rötlich leuchtet, hat mit der Erdatmosphäre zu tun. Sie streut das Licht so, dass vor allem die roten Anteile den Mond erreichen. „Der Effekt ist derselbe wie bei rötlichen Sonnenuntergängen“, sagt Pilz.
Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beschreibt die Erdhülle als eine Art Filter. Nach Darstellung des DLR wird vor allem kurzwelliges Licht in andere Richtungen abgelenkt, während die roten Lichtanteile vergleichsweise geradlinig hindurchtreten. Genau dieses gefilterte Licht fällt trotz des Erdschattens noch auf den Mond und lässt ihn rötlich erscheinen.

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Der populäre Begriff „Blutmond“ ist deshalb zwar eingängig, astronomisch aber eher eine bildhafte Zuspitzung als ein Fachbegriff. Nicht der Mond verändert seine Farbe, sondern das Licht, das ihn erreicht.
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Totale Mondfinsternis: Wann das Himmelsschauspiel entsteht
Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond stattfinden. Dann steht die Erde zwischen Sonne und Mond und wirft ihren Schatten ins All. Zieht der Mond durch diesen Schattenbereich, wird eine Mondfinsternis sichtbar.
Von einer totalen Mondfinsternis ist die Rede, wenn der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde eintritt. Dann zeigt sich das markante Bild des verdunkelten, rötlich schimmernden Erdtrabanten.
Für Beobachter in Deutschland bleibt ein solches Schauspiel vorerst außer Reichweite. Die nächste totale Mondfinsternis, die hierzulande zu sehen sein wird, fällt auf den 31. Dezember 2028.
mit dpa






