Im Rahmen einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler aus Spanien die Ernährungs- und Gewichtsdaten von mehr als 7000 Personen analysiert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine zeitliche Anpassung der Nahrungsaufnahme mit einer Reduktion des Körpergewichts einhergehen kann. Die Forscher führen diesen Zusammenhang möglicherweise auf den Zirkadianer-Rhythmus zurück, also auf die innere biologische Uhr des Menschen.
Abnehmen: Zeitliche Änderung der Ernährungsgewohnheiten
Die analysierten Daten beziehen sich auf Personen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren. Zur Auswertung nutzten die Forscher verschiedene statistische Verfahren und berücksichtigten dabei Einflussgrößen wie Alter und Schlafverhalten. Auf Grundlage der erhobenen Gewohnheiten zeigte sich, dass ein früher Zeitpunkt für das Abendessen sowie ein frühes Frühstück, verbunden mit einer verlängerten nächtlichen Fastenphase, mit einer Verringerung des Body-Mass-Index verbunden sein können. Der Untersuchungszeitraum der Studie des Barcelona Institute for Global Health erstreckte sich über einen Zeitraum von fünf Jahren.
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Die Wissenschaftler führen diese Beobachtungen vor allem auf den Zirkadianer-Rhythmus zurück. Diese innere biologische Uhr steuert zentrale physiologische Prozesse und reguliert unter anderem Phasen der Aktivität und der Ruhe. Die Epidemiologin Luciana Pons-Muzzo betont in diesem Zusammenhang, dass die Ergebnisse im Einklang mit aktuellen Studien darauf hindeuten, dass eine verlängerte nächtliche Fastenphase zur Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts beitragen kann.

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Darüber hinaus gehen die Forscher davon aus, dass eine zeitlich frühere Nahrungsaufnahme im Tagesverlauf, die mit der inneren biologischen Uhr abgestimmt ist, sowohl die Kalorienverwertung als auch die Regulation des Appetits begünstigt. Insgesamt kann dies die Voraussetzungen für das Erreichen und die Stabilisierung eines gesunden Körpergewichts verbessern.
Frühstück auslassen: Für Männer keine gute Idee
Im Rahmen der Untersuchung führte das Forschungsteam ergänzend Clusteranalysen durch, um unterschiedliche Verhaltensmuster innerhalb der Stichprobe zu identifizieren. Dabei fiel insbesondere eine Gruppe von Männern auf, die ihre erste Mahlzeit erst gegen 14 Uhr einnahmen und dadurch eine Fastenphase von nahezu 17 Stunden erreichten.
Dieses Verhalten erwies sich jedoch nicht als vorteilhaft. Vielmehr zeigte sich, dass diese Personen häufiger zu Risikoverhalten wie Alkoholkonsum und Rauchen neigten. Ferner hatte das Auslassen des Frühstücks keinen nachweisbaren Einfluss auf eine Verringerung des Körpergewichts, wie die Epidemiologin Camille Lassale vom Barcelona Institute for Global Health hervorhob.
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Die Forscher betonen, dass weitere Studien erforderlich sind, um den Zusammenhang zwischen dem Zirkadianer-Rhythmus, den Essgewohnheiten und den Zeitfenstern der Nahrungsaufnahme als Einflussfaktoren auf ein gesundes Körpergewicht eindeutig zu klären. Gleichwohl konnten im Rahmen der vorliegenden Untersuchung bereits signifikante Zusammenhänge identifiziert werden.








