Für viele Menschen ist das Smartphone ein treuer Begleiter im Alltag. In der Bahn auf dem Weg zur Arbeit, als Prokrastination vor wichtigen Aufgaben oder abends im Bett, kurz vor dem Schlafengehen. Oftmals verlieren sich Menschen dabei in endlosem Scrollen durch digitale Inhalte – auch Doomscrolling genannt. Für viele kann das zur Belastung werden und Folgen für die mentale Gesundheit haben. Die Universität Duisburg-Essen hat daher unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Brand eine Studie durchgeführt. Diese zeigt, warum es den Menschen so schwerfällt, sich vom Bildschirm zu lösen.
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Wie die Universität schreibt, steht die sogenannte problematische Internetnutzung im Fokus. Das heißt: Dabei nutzen Menschen nicht nur das Internet, sondern sie nutzen es exzessiv. Etwa durch Gaming, Social Media, Online-Shopping oder Pornografiekonsum. An der Studie haben 819 Personen mit einem Durchschnittsalter von etwa 27 Jahren teilgenommen. Rund 45 Prozent davon waren Frauen. In klinischen Interviews, Fragebögen und Computertests reagierten die Teilnehmenden auf Reize und mussten andere gezielt unterdrücken. Damit könne die Impulskontrolle objektiv gemessen werden, heißt es von der Universität.
Drei Mechanismen fördern problematische Internetnutzung
Das Ergebnis dieser Studie sind drei Mechanismen, die eine problematische Internetnutzung antreiben:
- „Feels better“: der Wunsch, sich besser oder weniger schlecht zu fühlen
- „Must do“: ein wachsender innerer Drang, online zu gehen
- „Can’t stop“: eine nachlassende Fähigkeit, das Verhalten zu stoppen
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Besonders an dieser neuen Studie sei, dass erstmals nachgewiesen werden konnte, dass diese drei Bereiche zusammenwirken, erklärt Prof. Dr. Brand. Entscheidend sei dabei das Zusammenspiel von Emotionen, Gewohnheiten und Selbstkontrolle. Durch diese neuen Ergebnisse könnten nun eine gezieltere Prävention und Therapie angeboten werden. Je nachdem, welcher der drei Mechanismen im Einzelfall dominiert.




