Ein Lottogewinn kann das Leben von heute auf morgen verändern. Doch was passiert, wenn der große Gewinn tatsächlich eintritt? Neben der Steuer gibt es einem Lotto-Experten zufolge noch zwei weitere Punkte, die Gewinner unbedingt beachten sollten. Lesen Sie hier: Aktuelle Zahlen & Jackpot für Eurojackpot-Ziehung am 12. Mai.
Eurojackpot- oder Lotto-Gewinn ist grundsätzlich steuerfrei
Die gute Nachricht vorweg: Gewinne aus Glücksspielen sind normalerweise steuerfrei. Dabei ist es auch nicht relevant, ob man den Jackpot geknackt hat oder nur wenige Euro einstreicht. Der simple Grund: Das Finanzamt kann Einnahmen aus Glücksspielen keiner besteuerbaren Einkommensart zuweisen. Das gilt sowohl für Gewinne aus deutschen staatlichen Lotterien, als auch für Einnahmen aus Renn- und Sportwetten. Dasselbe gilt demnach auch für Mehrländerlotterie wie den Eurojackpot.
Doch: Sobald das Geld aufs Konto kommt und Zinsen erwirtschaftet, werden für die Zinserträge Steuern fällig. Für Kapitalerträge unter 1000 Euro pro Jahr kann man einen Freistellungsauftrag bei seiner Bank einrichten und zahlt für die Zinserträge keine Steuern.
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Lotto online spielen: Seriöse Glücksspielanbieter wählen
Zinserträge über der 1000-Euro-Marke müssen in der Einkommenssteuer angegeben und versteuert werden. Vorsicht ist geboten, wenn man an Lotterien im Ausland teilnimmt. Grundsätzlich gilt: Der Staat, in dem die Lotterie ansässig ist, kann die Steuern für die Gewinne festsetzen. Wer an ausländischen Lotterien wie der Weihnachtslotterie El Gordo teilnimmt, sollte sich daher informieren, wenn es zu einem Gewinn kommt.
Vorsicht ist zudem geboten, wenn man online an Glücksspielen teilnimmt. Jeder Glücksspielanbieter benötigt eine Erlaubnis der zuständigen Länderbehörde. Für Teilnehmende ist das relevant, weil Einnahmen ansonsten beschlagnahmt oder sogar Bußgelder verhängt werden können. Daher sollte man seinen Lotto- oder Eurojackpot-Tipp nur über seriöse Onlineseiten abgeben.
Eurojackpot gewinnen: Lottomillionär-Berater warnt vor typischem Fehler
Kommt es zum Gewinn, ist die Freude riesig. Dann heißt es erst einmal durchatmen und sich gut zu überlegen, wenn man einweiht. „Grundsätzlich gilt, den Kreis so eng wie möglich zu halten“, sagt der Lottomillionär-Berater Lutz Trabalski aus Berlin. Auch innerhalb der Familie kann es ein Fehler sein, zu viele einzuweihen – auch die eigenen Kinder. Trabalski: „Die haben einen Plan fürs Leben. Die fragen sich dann: Warum soll ich überhaupt noch zu Ende studieren?“
Doch spätestens, wenn man anfängt, das Geld auszugeben, muss man aus dem näheren Umfeld mit Fragen rechnen. Trabalski: „Da bietet sich immer an, zu sagen, man hat eine Erbschaft gemacht.“ Alternativ kann man es mit der halben Wahrheit versuchen: Man gibt zu, im Lotto oder Eurojackpot gewonnen zu haben, aber eben nicht den Jackpot geknackt zu haben. Wichtig sei, sich vor der ersten Anschaffung eine solche Legende zurechtzulegen, rät der Experte.
Grundsätzlich gilt, den Kreis so eng wie möglich zu halten.
Lutz Trabalski, Lottomillionär-Berater
Von einer Maßnahme rät der Lottoberater ausdrücklich ab
Um es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, kann es sinnvoll sein, immer nur einen kleinen Teil vom Geld auszugeben. Etwa für eine Reise oder ein Schmuckstück. Für den Rest sollte man sich grob Pläne zurechtlegen und sich gut beraten lassen. Lutz Trabalski empfiehlt, mindestens zwei unterschiedliche Beratungen in Anspruch zu nehmen. Das Geld läuft nicht weg uns viele Banken haben die Strafzinsen für das Girokonto mittlerweile abgeschafft.
Von einem Lottotraum, den viele hegen, rät der Experte ab: seinen Job zu kündigen. Zwar ist man abhängig von der Gewinnsumme nicht mehr auf das Gehalt angewiesen, ein Beruf erfüllt aber eine andere, sehr essenzielle Funktion: soziale Kontakte. Trabalski „Man darf es nicht unterschätzen, was die Arbeit einem bringt.“ Denn die meisten Menschen, mit denen man dann tagsüber gerne etwas unternehmen würde, müssen selbst arbeiten.
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Strategietipp für Lotto-Gewinner: Erst einmal zurücklehnen
Eine Alternative ist, kürzerzutreten. Man kann etwa seinen Teilzeitanspruch geltend machen oder eine berufliche Auszeit nehmen – wichtig ist, den Anschluss nicht zu verlieren. Trabalski räumt aber ein, dass es auch Ausnahmen gibt. Etwa bei Menschen, die sich jeden Morgen unter Qualen zur Arbeit schleppen oder kurz vor ihrer Rente stehen. Auch diese Entscheidungen können Teil einer Beratung sein und sollten nicht übereilt getroffen werden.
Unser Fazit: Lotto- oder Eurojackpot-Gewinner können sich erst einmal zurücklehnen. Eine Steuer wird zumeist nicht fällig und das Geld kann zunächst geparkt werden – etwa auf dem Girokonto oder Tagesgeldkonto. Danach kann man in Ruhe überlegen und die nächsten Schritte planen. Sinnvoll sind kurz- und langfristige Pläne. Zudem sollte man nicht jedem von seinem Gewinn erzählen – es kann auch sinnvoll sein, erst einmal zu warten, ehe man erste Investitionen tätigt.
mit Agenturmaterial



