Was ist Vitamin D und wie wirkt es?

Vitamin D (auch als Calciferol bezeichnet) ist ein fettlösliches Vitamin, das die Knochengesundheit des Menschen maßgeblich beeinflusst, da es den Calcium- und Phosphatstoffwechsel reguliert. Es spielt auch eine wichtige Rolle für das Immunsystem und die Muskelkraft. Es wird in erster Linie mithilfe des Sonnenlichts vom Körper selbst gebildet, ist aber auch in einigen Lebensmitteln, etwa fettem Fisch, Pilzen, Lebertran und Eigelb in geringen Mengen enthalten.

Nicht selten ist bei Vitamin D auch von einem Hormon die Rede, denn es bindet an verschiedene Rezeptoren im Körper und beeinflusst so den Stoffwechsel. Des Weiteren kann es die Transkription von Genen regulieren, also den biologischen Prozess, bei dem die Information eines Gens von der DNA auf die RNA übertragen wird.

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Wie wird Vitamin D aufgenommen?

Der Mensch nimmt Vitamin D hauptsächlich über das Sonnenlicht auf – das heißt, es wird in der Haut gebildet. Um die benötigte Menge an Vitamin D zu produzieren, sind im Sommer etwa 20 Minuten direktes Sonnenlicht pro Tag nötig. Zumindest Gesicht, Arme, Hände und ein Teil der Beine sollten dabei unbedeckt sein.

Wie viel bzw. wie schnell Vitamin D produziert wird, hängt jedoch von geografischen Faktoren, Jahreszeit, Wetterlage und dem eigenen Hauttyp ab. Dabei gilt: Je heller die Haut, desto mehr Vitamin D wird innerhalb kurzer Zeit gebildet. In Deutschland ist dies grundsätzlich nur zwischen März und Oktober möglich, weshalb viele Ärztinnen und Ärzte in den Wintermonaten die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats empfehlen. Auch bei Säuglingen, die möglichst keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein sollten, wird zur künstlichen Gabe von Vitamin D geraten.

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Über die Nahrung kann Vitamin D in der Regel nur unzureichend aufgenommen werden. Fettreicher Fisch wie etwa Makrele, Lachs und Hering gilt zwar als wertvolle Vitamin-D-Quelle, im Allgemeinen deckt der Anteil der Vitamin-D-Versorgung über die Nahrung jedoch nur 10 bis 20 Prozent des täglichen Grundbedarfs. Bevor jedoch Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel supplementiert wird, sollte immer zuerst eine ärztliche Beratung und ein eingehender Bluttest erfolgen.

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Was passiert bei einem Vitamin-D-Mangel?

Ein Vitamin-D-Mangel hat direkte Auswirkungen auf den Calcium- und Phosphat-Stoffwechsel, der wiederum den Knochenhaushalt beeinflusst. Bei Kleinkindern gilt Rachitis als häufigste Folgeerkrankung durch unzureichende Vitamin-D-Zufuhr. Betroffene leiden unter Gliederschmerzen, wachsen langsamer und haben in schweren Fällen weiche, gekrümmte Knochen.

Leiden Erwachsene unter einem Vitamin-D-Mangel, kann es zu Osteomalazie und bei älteren Menschen zu Osteoporose kommen. Dabei werden die voll ausgebildeten Knochen nicht länger ausreichend mineralisiert, wodurch die Muskelkraft verringert wird, die Infektanfälligkeit steigt und es vermehrt zu Knochenbrüchen kommen kann.

Welche Symptome deuten auf Vitamin-D-Mangel hin?

Die Symptome eines Vitamin-D-Mangels unterscheiden sich bei Erwachsenen und Kindern. Zudem ist anzumerken, dass viele der im Folgenden genannten Erscheinungen auch zahlreiche andere Ursachen haben können. Ob ein akuter Vitamin-D-Mangel vorliegt, kann nur ein Arzt oder eine Ärztin anhand eines spezifischen Bluttests feststellen.

Symptome bei Erwachsenen:

  • Muskelschmerzen und Schwäche
  • Glieder- und Knochenschmerzen (insbesondere im Rücken und in den Gelenken)
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Verminderte Wundheilung
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Osteomalazie
  • Osteoporose und Knochenbrüche
  • Stimmungsschwankungen und depressive Symptome

Symptome bei Kindern:

  • Rachitis
  • Krampfanfälle
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Zahnprobleme

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Ist zu viel Vitamin D schädlich?

Es kommt äußerst selten vor, dass zu viel Vitamin D aufgenommen wurde und ist ohne entsprechende Nahrungsergänzungsmittel kaum zu erreichen. Sowohl lang- als auch kurzfristig kann eine Überdosierung von Vitamin D jedoch schlimme Folgen haben.

Ist zu viel Vitamin D im Blut, erhöht sich der Kalziumspiegel, was wiederum zu Übelkeit, Erbrechen, erhöhter Urinausscheidung und Nierensteinen führen kann. In seltenen Extremfällen folgt auf eine massive Überdosierung mit Vitamin D ein Nierenversagen, das ohne sofortige Behandlung tödlich enden kann.

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