Die Kapelle auf dem Eisenacher Friedhof ist 1898 errichtet worden. 1901 ist das Krematorium gebaut worden. Entworfen wurden beide Gebäude von dem Architekten Otto March. In den 50er-Jahren ist die Leichenhalle erweitert worden. Seit 1993 steht die Friedhofskapelle unter Denkmalschutz.

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Zum Tag des offenen Denkmals am 12. September ist die Kapelle für Besucher geöffnet. Eine gute Gelegenheit, sich die bauzeitliche Raummalerei des neoromanischen Bauwerkes anzuschauen. Derzeit laufen in der Kapelle die Vorarbeiten, um die Raummalereien teilweise wieder freizulegen, teilt Sophia Spangenberg, Sprecherin der Stadt Eisenach, mit.

Die Voruntersuchungen des Restaurators Wolfgang Petzholdt würden bereits jetzt erkennen lassen, welche prachtvolle Wandmalerei sich unter den inzwischen mehreren Schichten Farbe versteckt. Teile davon sollen die Kapelle wieder im Glanz früherer Zeiten, genau genommen um das Jahr 1898, erscheinen lassen.

In den nächsten Wochen erwartet die Stadt als Auftraggeber deshalb das Gutachten des Restaurators, um in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie das weitere Vorgehen der Restaurierung planen zu können.

Wie eine Stadtsprecherin mitteilt, möchte die Stadt für diese Restaurierungsarbeiten gern Spender gewinnen. Das können Vereine, Firmen oder Privatpersonen sein, denen die Kapelle am Herzen liege, heißt es aus der Stadtverwaltung. „Die Spenden werden ausschließlich für die Restaurierung der Kapelle verwendet. Dazu zählen das Freilegen der bauzeitlichen Malerei und deren partielle Rekonstruktion sowie das Verbessern der Raumakustik“, erklärt Sophia Spangenberg. Für die Verbesserung der Raumakustik sollen ein Akustikputz aufgebracht, die Vorhänge im Chorbereich erneuert und eventuell ein Teppich zwischen den Stuhlreihen verlegt werden, um Trittschall zu reduzieren.

In der Friedhofskapelle finden – so gewünscht – die Trauerfeiern für Verstorbene statt. Die Kapelle bietet Platz für zirka 85 Personen zuzüglich Stehplätze. Am Lesepult in der Kapelle hängt seit 2014 ein Parament, mit einem angedeuteten Kreuz. Der Pultbehang ist in der Eisenacher Paramentenwerkstatt in Handarbeit entstanden.

Interessierte Spender wenden sich hierzu bitte an die Friedhofsverwaltung, Friedhofstraße 3, unter 03691/670858. Am Tag des offenen Denkmals, 12. September, wird die Friedhofskapelle für Besucherinnen und Besucher im Zeitraum von 14 bis 16 Uhr zugänglich sein.