Christian Apel wechselt nach Martinroda

René Röder
| Lesedauer: 2 Minuten
Christian Apel war für seinen spektakulären Paraden bekannt und auch als Torwarttrainer beim SV 09 Arnstadt im Einsatz, aus beruflichen sowie zeitlichen Gründen wird er diese Aufgabe nun in seinem Heimatort Martinroda übernehmen.

Christian Apel war für seinen spektakulären Paraden bekannt und auch als Torwarttrainer beim SV 09 Arnstadt im Einsatz, aus beruflichen sowie zeitlichen Gründen wird er diese Aufgabe nun in seinem Heimatort Martinroda übernehmen.

Foto: René Röder

Martinroda/Arnstadt.  Arnstädter Torwart-Legende coacht künftig Keeper vor seiner Haustür

Auf der Suche nach einem neuen Torwarttrainer ist der Fußball-Oberliga-Absteiger fündig geworden. Trainer Julius Benkenstein und Co-Trainer Mike Eckardt soll der ehemalige Arnstädter Christian Apel als Torwarttrainer künftig zur Seite stehen.

Apel lebt seit Jahren in Martinroda und wurde beim SV 09 Arnstadt letzte Woche nach sagenhaften 22 Jahren – für den SV Rudisleben, dem SV Arnstadt-Rudisleben und den Nachfolger SV 09 Arnstadt – verabschiedet. In der abgelaufenen Saison stand er dort viermal im Oberliga-Kasten. In Bautzen in der Hinrunde, nachdem Stammkeeper Sünkel sich in der Woche zuvor einen Feldverweis einhandelte, und gegen Ende des Spieljahres daheim gegen den VFC Plauen, den Carl Zeiss Jena II und Grimma.

Der heute 44-Jährige begann seine Laufbahn 1987 beim Motor in Rudisleben. Seine ersten Trainer Hans-Werner Nitzsche, Uwe Markert, Hartmut Löffler oder Axel Scheller erkannten – obwohl er zunächst stürmte – sein Talent im Tor und förderten dies. Weil immer wieder aus Arnstadt Talente zum DDR-Oberligisten FC Rot-Weiß in die Bezirksstadt nach Erfurt delegiert werden mussten, war schnell auch Christian Apel bei den Auserwählten dabei. Er gehörte im Junioren-Alter immer zu den Besten, der große Sprung blieb dann aber doch aus.

Mit 19 Jahren stand er ab 1999 im Rudislebener Thüringenliga-Tor und war 2002/03 noch einmal kurz beim FC Rot-Weiß, stand da gegen Siegen und in Darmstadt sogar zweimal in der Regionalliga im RWE-Tor und hütete beim ersten Landspokalfinale der RWE-Zweiten gegen den FC Carl Zeiss Jena, das Tor der Thüringenliga-Elf, die damals im Elfmeterschießen in Gotha 3:5 verlor. Unmittelbar danach war er wieder in Arnstadt zurück, und blieb 20 Jahre!

Bei Rot-Weiß II stand im Jahr darauf erstmals der heutige Martinrodaer Sportchef Sebastian Bach als 19-Jähriger in Gera im Finale im Tor der RWE-Zweiten und hielt den 16. Elfmeter gegen Endres. 7:6 gewannen die Amateure gegen den zwei Klassen höher spielenden FC Carl Zeiss und RWE startete mit zwei Teams im DFB-Pokal – heute undenkbar. Der inzwischen 36-jährige Bach hat seine Torhüterlaufbahn vor drei Jahren beendet, war beim FSV Martinroda zunächst als Vorstandsmitglied für die Finanzen zuständig, inzwischen trat er im letzten Winter die Nachfolge von Dirk Keller als Sportchef an und sicherlich wird Bach sich so auf der Suche nach einem Torwarttrainer auch an seinen damaligen Vorgänger im Rot-Weiß-Tor erinnert haben.