Arnstädter Sonntagsausflug zum Ex-Trainer

Arnstadt/Geraberg.  Fußball-Thüringenliga: SV 09 Arnstadt in Ohrdruf, Geratal heute bei Preußen.

Wer wird diesmal obenauf sein? David Thorwarth (l.) im Kopfballduell mit Ohrdrufs Max Wildies beim 7:2-Kantersieg der Gerataler.)

Wer wird diesmal obenauf sein? David Thorwarth (l.) im Kopfballduell mit Ohrdrufs Max Wildies beim 7:2-Kantersieg der Gerataler.)

Foto: RENE Röder

In der Fußball-Thüringenliga stehen für die beiden Ilm-Kreis-Vertreter Auswärtsspiele an – keine leichten! Der Tabellen-Sechste Preußen Bad Bad Langensalza empfängt den Sechstletzten SpVgg. Geratal, zwischen beiden Teams liegen sechs Punkte. Der SV 09 Arnstadt reist Sonntag zum Ex-Trainer Thomas Giehl nach Ohrdruf, der die Arnstädter nach fünf Jahren dort, ziemlich genau kennt.

FSV 06 Ohratal
SV 09 ArnstadtSo./15 Uhr

Eigentlich ist die Konstellation klar. Der SV 09 Arnstadt ist als Tabellenvierter beim Aufsteiger in Ohrdruf ganz klarer Favorit. Die Hauswald-Männer haben auswärts zwar ein paar Effektivitätsprobleme, die wollen sie aber in den Griff bekommen, denn offensiv ist das Team noch weit gefährlicher, als bisher sichtbar wurde. In Weida (1:0), beim FC Erfurt-Nord (0:1) und in Heiligenstadt (0:0) wurde im Abschluss viel zu viel verschenkt, aber die Abwehr ist mit bisher nur vier Gegentoren in sechs Spielen die Beste der Liga.

Das kann man vom FSV Ohratal (15 Gegentore) nicht behaupten. Der Aufsteiger verlor nach dem sensationellen 2:0-Auftaktsieg über Sondershausen zuletzt fünf Spiele in Folge. Vier davon äußerst unglücklich mit nur einem Tor Unterschied – darunter gegen die Top 3 in der Tabelle: Wismut Gera (2:3), Schleiz (0:1) und Eisenberg (0:1). Nur das 2:7 in Geraberg fiel da völlig raus. „Dass wir gerade gegen die Favoriten durchweg so unglücklich verloren haben, schmerzt. Fünf Niederlagen in Folge zehren auch an den Nerven. Wir müssen einfach einmal einen Punkt mitnehmen“, so Ohratals Trainer Thomas Giehl. Selbst zuletzt in Teistungen gab es ein glückloses 2:3. Ohrdruf fehlen Kubirske, Jung und Meitz. Der SV 09 Arnstadt muss weiter auf Normann (verletzt) und die beruflich verhinderten Otto, Machts und Király verzichten. Veränderungen zum 2:0-Sieg über den TSV Gera-Westvororte/JFC wird es so nicht geben. Alternativen sind aber mit Koch, Sevcuks, Moka, Wulf oder Hammoud sehr gute da.TA-Tipp: 0:1

Pr. Bad Langensalza
SpVgg. GeratalSa./13.30 Uhr

Auf dem riesigen Platz des fast fertig sanierten Stadion der Freundschaft steht für beide Teams einiges auf dem Spiel. Die Preußen wollen nach der ersten Saison-Niederlage bei Wismut Gera (2:5) zurück in die Erfolgsspur und die SpVgg. Geratal hofft nach zwei 1:3-Niederlagen erst einmal wieder auf Kurs zu kommen – doch personell sieht es gar nicht rosig aus. Dörings Knieverletzung hat sich als schwerwiegender herausgestellt, die von Thurau ließ sich in der Woche noch nicht wirklich abschätzen. Auch Heyer laboriert noch an einer alten Verletzung und bei Behr und Kitzig dürfte privat bedingt ein Einsatz in Langensalza nicht glücken. Heydt, Barchwitz und Hoffmann können aufrücken, dann wäre die Bank aber ziemlich luftig.

„Gegen Schott haben wir zu ideenlos gespielt, das lief schon besser. In Langensalza müssen wir trotz aller Personalprobleme wieder offensiver auftreten, sollten aber auch länger die Null hinten halten“, so Trainer Robin Keiner. Bei allen drei Niederlagen war das ein Knackpunkt. Allerdings war auch die Nachspielzeit öfter ein Problem. In Sonneberg wurde in der sechsten Nachspielminute der 1:1-Ausgleich gefangen, gegen Westvororte (0:2/90. +4) und Ehrenhain (1:3/90. +2) fielen da die entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit.

Preußens Coach Thomas Wirth wird sein Team ebenfalls offensiv einstellen. „Wir wollen gewinnen und so zu Hause ungeschlagen bleiben.“ Er hat mehr Alternativen. Die zuletzt verletzten Reuter, Fernschild und Scheer kehren zumindest auf die Bank zurück. C. Weis wird aber weiter fehlen. TA-Tipp: 3:3