Auch ein Weltmeister kann nicht zaubern. Lukas Dausers olympischer Traum von Paris zerplatzte im Barren-Finale. Doch der deutsche Turner ist ein gutes Beispiel, was Sportler mit großem Willen erreichen können.
Dauser war die letzte Medaillen-Hoffnung für die deutsche Turner-Riege, die in den vergangenen Jahren eine solch erfreuliche Entwicklung genommen hatte. Immer wieder in den vergangenen 17 Jahren sprangen bei großen Meisterschaften Medaillen heraus. Hambüchen, Ngyuen, Toba, Scheder, Schäfer-Betz, Seitz, Malewski – alles Namen, die die Entwicklung des deutschen Turnens antrieben. Und natürlich Dauser – Olympia-Silber 2021, WM-Gold 2023.
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Wie sich der Bayer trotz schwerer Verletzung in eine wahrhaft olympische Form brachte, verdient höchsten Respekt. Dauser hatte sich schon einmal das Knie zertrümmert, die Hand gebrochen. Doch immer wieder kam er zurück. Nun – nur 44 Tage nach einem Muskelbündelriss – im Barren-Finale zu stehen, ist schier unglaublich. Eine erneute Medaille wäre allerdings ein Wunder gewesen. Doch die sind auch im Sport äußerst selten. Ein fehlerfreier Auftritt nach nur neun Tagen nach dem ersten vollen Training, das schafft selbst ein Mann mit größter Willenskraft nicht.
Doch Dauser ist in Paris viel mehr gelungen, als er es mit einer Medaille getan hätte. Der 31 Jahre alte Sportler ist ein Vorbild für die nächste Generation, die jetzt von Männern wie dem auch schon 28 Jahre alten Erfurter Nils Dunkel geführt wird. Die Zukunft zeigte sich bereits in Paris. Die erst 16 Jahre Helen Kevric machte mit Platz sechs am Stufenbarren deutlich, dass die deutsche Erfolgsgeschichte mit dem nahenden Abschied des Helden nicht zu Ende ist.




