Olympia hat Spaß gemacht! Auch viele der großartigen Leistungen deutscher Sportler. Doch der Rückstand auf die Spitze wächst weiter. Team D hält sich nur noch mit Mühe unter den Top 10 der Welt.
Ein bisschen Statistik gefällig. Auch wenn der Medaillenspiegel nicht alles ist, so liegen inzwischen Länder wie Südkorea vor uns. Die Verfolger heißen Neuseeland, Kanada, Usbekistan und Ungarn. Europäisch betrachtet ist Deutschland nur noch die Nummer fünf hinter Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Italien. Bei den Spielen in London lag die Bundesrepublik noch auf einem starken Rang sechs mit 44 Plaketten.
Heute sind es nur noch 33 – vier weniger als in Tokio. Das schwächste Ergebnis seit der Wiedervereinigung. Sicher sind die Zahlen von Barcelona 1992 nicht mehr mit der veränderten Welt dieser Tage vergleichbar. Aber 33 Gold, 21 Silber, 28 Bronze – macht zusammen 82 Medaillen. Das löst schon ein paar Erinnerungsschmerzen aus.
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Medaillenlos blieben Fechter, Sportschützen, Ringer oder Segler. Historisch schwach schnitt auch das Radteam ab. Alles einstige deutsche Vorzeige-Sportarten. Wenigstens blieb uns das Glück auf dem Rücken der Pferde mit vier Goldenen, oder die Kugelstoß-Überraschung von Yemisi Ogunleye, der historische Erfolg von Schwimmer Lukas Mertens und die Sensationen durch die Triathlon-Staffel und die der 3 x 3-Basketballerinnen.
Unser Sportsystem braucht dringend Veränderung. Auch radikale. Für Sportler, Trainer und in Verbänden. Der Spaßfaktor ist ja ganz nett. Doch es heißt nicht umsonst Hochleistungssport. Es wird Zeit, dass sich was tut in den nächsten Olympiaden. Doch dafür muss die Politik, nein, das ganze Land Medaillensport auch wirklich wollen.





