Sechstes Spiel, sechster Sieg: Die Rollstuhlbasketballer des RSB Thuringia Bulls geben sich in der Bundesliga weiterhin keine Blöße. Gegen die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison, den BBC Münsterland, gewannen die Thüringer am Samstagabend mit 94:67 (53:33). Damit verteidigten sie die Tabellenführung vor Meister RSV Lahn-Dill. Zum Gipfeltreffen kommt es am Sonntag, dem 8. Dezember, in der Erfurter Riethsporthalle.

Frühe Auszeit bringt Thuringia Bulls auf Kurs

Gegen die Münsterländer benötigte der Favorit eine kurze Aufwärmzeit und eine deutliche Ansage von Trainer André Bienek. Der nahm schon früh, beim 2:7, eine Auszeit und schärfte den Fokus seiner Spieler. Angeführt von Joakim Linden, der allein im ersten Viertel elf seiner 22 Punkte beisteuerte, wendeten sie schnell das Blatt. Da störte auch der „Buzzerbeater“ der Gäste zum 23:17 nicht. Auch dank der zehn Zähler von Arie Twigt im zweiten Viertel stand es zur Halbzeit bereits 53:33.

Foul-Statistik ärgert Trainer André Bienek

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken fiel zwischenzeitlich jedoch die Spannung etwas ab. Die nur mit sechs Akteuren angereisten Gäste verkürzten auf 49:61 und konnten sich dabei auf das 17-jährige Top-Talent Maximilian Lammering (24 Punkte) verlassen. Bulls-Coach Bienek haderte in dieser Phase mit dem Foul-Verhältnis. Insgesamt bekam sein Team 18 Pfiffe gegen sich, Münsterland indes nur sieben. Am ungefährdeten Sieg änderte dies allerdings nichts.

Am 8. Dezember Gipfeltreffen gegen Lahn-Dill

„Es war eine gute Leistung von uns, keine Frage“, resümierte Bienek hinterher. „Doch unser Anspruch ist es, über 40 Minuten unser Spiel auf höchstem Niveau durchzuziehen.“ Vor allem gegen Lahn-Dill ist dies in zwei Wochen nötig, um die Tabellenführung zu verteidigen.