50 Jahre nach der Premiere des Erfurter Silvesterlaufs geht die Veranstaltung zur 51. Ausgabe neue Wege und setzt ein Zeichen für Inklusion. Beim Wettbewerb am 31. Dezember mischen sich zum ersten Mal auch Menschen mit Behinderung unters Laufvolk. Dafür stellen die Organisatoren 200 kostenlose Startplätze zur Verfügung. „Möglich wird das durch die Unterstützung der Stadt“, sagt Organisationschefin Vera Hohlfeld.

Die ersten Teilnehmer haben sich bereits angemeldet. „Aber wir wollen möglichst viele von ihnen bei uns am Start begrüßen“, sagt Hohlfeld und unterstreicht noch einmal den breitensportlichen Charakter des Laufes zum Jahresausklang: „Es geht nicht um irgendwelche Rekorde oder außergewöhnliche Leistungen. Wir wollen möglichst viele Menschen in Bewegung bringen.“

Jeder Teilnehmer am Silvesterlauf erhält eine Medaille als Erinnerung.
Jeder Teilnehmer am Silvesterlauf erhält eine Medaille als Erinnerung.© Steffen Prößdorf

Sie verweist auf die Angebote des Silvesterlaufes am letzten Tag des Jahres, zu denen auch der Zwei-Kilometer-Jedermannlauf und der gleichlange Walkingkurs gehören: „Solch eine Strecke zu bewältigen, das schafft jeder.“ Auch der Bambinilauf für Kinder zwischen drei und sechs Jahren ist als Inklusionslauf ausgeschrieben (Start 12.40 Uhr). Alle Menschen seien willkommen, egal ob eine körperliche, geistige, psychische oder anderweitige Behinderung vorliegt. Lediglich Rollstuhlfahrer können nicht in den Lauf integriert werden, da Teile der Strecke nicht barrierefrei sind.

Hauptläufe über vier und zehn Kilometer

Neu ist in diesem Jahr auch, dass noch mehr Altersklassensieger aufs Treppchen gerufen werden. Denn wurden in der Vergangenheit die besten Läuferinnen und Läufer im Zehn-Jahres-Rhythmus ausgezeichnet, erhalten nun die Besten aller fünf Jahre eine Ehrung.

Gelaufen wird - wie in der Vergangenheit - über eine zwei Kilometer lange Runde, die um das Steigerwaldstadion und auf den letzten Metern über die Tartanbahn der Arena zum Ziel an der Leichtathletik-Halle führt. Der erste Startschuss fällt um 10 Uhr für den Jedermannlauf über eine Runde, bei dem es wie auf der ebenso langen Walking-Strecke (10.05 Uhr) keine Zeitmessung gibt. Die Hauptläufe sind wie gewohnt vier (10.40 Uhr) und zehn Kilometer (11.10 Uhr) lang.

Organisatoren hoffen wieder auf 1750 Teilnehmer

So schmerzhaft die Zwangspause durch Corona in den Jahren 2020 und 2021 auch gewesen war, die virtuellen Läufe haben jene Zeit überdauert. Denn auch diesmal können sich Volksläufer überall in der Welt beteiligen, auch wenn sie zum Jahreswechsel nicht in Erfurt sind. Wer anderswo mitmacht, kann das auch zeigen. Jeder virtuelle Teilnehmer bekommt eine Startnummer. Um den Spaß beim Silvesterlauf noch stärker in den Vordergrund zu rücken, wurde das Preisgeld für das beste Laufkostüm auf 250 Euro erhöht.

Organisationschefin Vera Hohlfeld hofft auf mindestens so viele Starter wie im vergangenen Jahr. Zur 50. Auflage hatten sich etwa 1750 Aktive auf die Strecken begeben. Fast 700 Meldungen lassen erneut auf ein stattliches Feld hoffen. Bis zum 30. Dezember sind Meldungen über die Internetseite des Laufes möglich. Am 31. Dezember können sich Kurzentschlossene ab 7.30 Uhr in der Hartwig-Gauder-Leichtathletikhalle in die Meldelisten eintragen.

www.erfurtersilvesterlauf.de

Mehr zum Thema