„Fokus!“, ruft André Bienek durch die Halle in Elxleben. Volle Konzentration fordert der Trainer der Thuringia Bulls von seinen Spielern im Training. In dieser Woche liegt der komplette Fokus auf das anstehende Viertelfinal-Turnier im Champions-Cup, bei dem der Bundesliga-Tabellenführer Gastgeber ist und die europäische Elite empfängt. CD Ilunion, spanischer Meister, CEAM Briantea84 Cantù, italienischer Meister und Fenerbahçe Istanbul, Top-Team aus der Türkei, treten die weite Reise nach Elxleben an.
In der Vorbereitung auf das Turnier, bei dem die Bulls von Freitag bis Sonntag drei Spiele haben, fährt Bieneks Team die Intensität nach unten. „Wir machen jetzt nichts Besonderes mehr, eher im Gegenteil. Kräfte schonen und das machen, was wir ohnehin in den letzten Wochen gemacht haben“, sagt er.
Bienek: Bulls haben großen Heimvorteil
Einen besonderen Vorteil sieht der Coach der Bulls für sein Team: den Heimvorteil. „Das ist ein riesiger Unterschied. Wir können in den eigenen Betten schlafen, kennen die Körbe und den Boden“, sagt Bienek. Er und das Team freue sich sehr darauf, sich vor den eigenen Fans präsentieren zu können. Trotzdem geht er davon aus, dass in den Spielen jeweils die Tagesform entscheiden wird.

Jordi Ruiz, einer von Bieneks Schützlingen, hat in seiner Karriere für zwei der drei Gegner bei dem Viertelfinal-Turnier, nämlich Ilunion und Cantù, gespielt. „Ich habe immer noch viel Kontakt zu einigen ehemaligen Mitspielern“, verrät er. Eine extra Motivation, gegen seine ehemaligen Teams zu spielen, verspüre er aber nicht mehr, da er schon sehr oft gegen seine Ex-Teams gespielt hat. Diese Motivation hatte er bei den ersten Duellen, aber mittlerweile ist es fast schon zur Normalität geworden.
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Ein europäischer Titel ist das Ziel
Auch Ruiz sagt, dass das Konzentrationslevel der Mannschaft vor solchen Spielen noch einmal stark ansteigt. „Wir fokussieren uns auf unsere Spielweise, schnell in der Offensive zu spielen und unsere Verteidigung zu spielen“, sagt er. Wenn ihnen das gelingt, glaubt er auch fest daran, dass die Bulls erfolgreich aus dem Viertelfinal-Turnier – die zwei besten Teams qualifizieren sich für das Finalturnier – und vielleicht sogar dem gesamten Wettbewerb hervorgehen können.
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Die Bulls sind vielleicht nicht der Top-Favorit auf den Titel im diesjährigen Champions Cup, aber eine Chance sehen sowohl der Trainer als auch Ruiz, der bereits zwei Finals mit den Bulls erreicht hat. Ein Titel in der höchsten europäischen Spielklasse des Rollstuhlbasketballs sei ohnehin das Ziel, mit dem er zu den Thuringia Bulls gewechselt ist.





