Die 44:80-Klatsche im Pokalfinale gegen die RSB Thuringia Bulls hatte die Rollstuhlbasketballer von Hannover United an der Ehre gepackt. Und das sah man eine Woche später: In Spiel 1 des Bundesliga-Halbfinals schwangen sich die Niedersachsen zu einer Leistung auf, die an die letzten Jahre erinnerte, als sie den Favoriten mitunter sogar besiegen konnten. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit 37:36, eine Überraschung lag in der Luft.
Von wegen, dachten sich Alex Halouski, Jordi Ruiz und Joke Linden. Das Trio der Bulls erzielte alle 22 Punkte der Gäste im dritten Viertel. Danach lagen sie 58:50 vorn und brachten den Vorsprung letztlich souverän zum 74:65-Endstand ins Ziel. „Ich mache mir keine Sorgen, wenn wir zur Halbzeit mal knapp hinten liegen. Wie haben gegen einen wirklich gut spielenden Gegner ein paar Sachen angepasst und die Mannschaft hat das sehr gut gemacht“, war Bulls-Coach André Bienek am Ende mit der leichten Zitterpartie genauso zufrieden wie mit dem Kantersieg im Pokalfinale.
Mit geschärften Sinnen, Elan und Intensität will Bienek sein Team auch im Heimspiel am ungewohnten Freitag sehen. Dann könnte es den Finaleinzug auf dem Weg zum erhofften siebten Deutschen Meistertitel bereits perfekt machen.



